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	<title>Mitteldeutsche Kirchenzeitungen &#187; Martin Schindehütte</title>
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		<title>Vernetzung in Sachen Frieden</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 05:31:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Fernando Enns]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensdekade]]></category>
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		<category><![CDATA[Margot Käßmann]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Schindehütte]]></category>

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		<description><![CDATA[Friedensdekade: Basisgruppen und Kirchenprominenz aus aller Welt treffen sich in Kingston auf Jamaika.
&#xA0;

Zehn Jahre lang rief der Weltkirchenrat seine Mitglieder im Rahmen der »Dekade zur Überwindung von Gewalt« zum besonderen Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit auf. Nun soll Bilanz gezogen werden.
Seit Wochen herrscht in Libyen ein blutiger Bürgerkrieg. Im Nahen Osten dauert der Konflikt zwischen Palästinensern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Friedensdekade:</strong> Basisgruppen und Kirchenprominenz aus aller Welt treffen sich in Kingston auf Jamaika.<br />
&#xA0;<br />
</h5>
<p><em>Zehn Jahre lang rief der Weltkirchenrat seine Mitglieder im Rahmen der »Dekade zur Überwindung von Gewalt« zum besonderen Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit auf. Nun soll Bilanz gezogen werden.</em></p>
<p><div id="attachment_3508" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px"><img src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2011/05/Kreuze.jpg" alt="Symbol zur Überwindung von Gewalt: George Tagba, ein ehemaliger Offizier der Nationalpatriotischen Front Liberias, zeigte die aus Patronenhülsen gefertigten Kreuze bei der Eröffnung der Friedensdekade am 4.&#xA0;Februar 2001 in der ­Berliner Kaiser-Wilhelm-Kirche. (Foto:&#xA0;epd-bild/Norbert Neetz)" title="Kreuze" width="580" height="387" class="size-full wp-image-3508" /><p class="wp-caption-text">Symbol zur Überwindung von Gewalt: George Tagba, ein ehemaliger Offizier der Nationalpatriotischen Front Liberias, zeigte die aus Patronenhülsen gefertigten Kreuze bei der Eröffnung der Friedensdekade am 4. Februar 2001 in der ­Berliner Kaiser-Wilhelm-Kirche. (Foto:&#xA0;epd-bild/Norbert Neetz)</p></div><br />
Seit Wochen herrscht in Libyen ein blutiger Bürgerkrieg. Im Nahen Osten dauert der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis an. Und die Situation in der Elfenbeinküste ist weiterhin angespannt. Wenn sich ab 17.&#xA0;Mai auf der karibischen ­Insel Jamaika Christen aus aller Welt zu einer groß angelegten Friedenskonferenz, einer sogenannten Friedenskonvokation, versammeln, werden dort Konflikte wie diese auf die Tagesordnung kommen.</p>
<p>Mit der Konferenz findet die »Dekade zur Überwindung von Gewalt«, die im Jahr 2001 mit einem Gottesdienst in Berlin eingeläutet worden war, ihren Abschluss. Zehn Jahre lang hatte der <a href="http://www.oikoumene.org/de/oerk.html">Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK)</a>, dem mehr als 560&#xA0;Millionen Christen in 349&#xA0;Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften aus über 110&#xA0;Ländern angehören, dabei immer wieder Gewalt und Konflikte thematisiert: die Konflikte in Palästina ebenso wie im Südsudan, angesprochen wurden aber auch deutsche Waffenexporte oder häusliche Gewalt.</p>
<p>Während der <a href="http://gewaltueberwinden.org/de">Dekade</a> fand ein ­Austausch zwischen den ÖRK-Mitgliedskirchen statt. So organisierte der Weltkirchenrat von 2008 bis 2010 regelmäßig Solidaritätsbesuche in Partnerkirchen weltweit. </p>
<p>International ­besetzte Teams sollten dabei mit den Menschen vor Ort als sogenannte ­Lebendige Briefe ins Gespräch über Projekte zu Gewaltprävention, Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit in dem jeweiligen Land kommen.</p>
<p>Das Treffen in Jamaika ist ein Großaufkommen friedensbewegter Akteure aus dem kirchlichen Bereich. Rund 1000&#xA0;Teilnehmer werden erwartet: Von homosexuellen Gruppen über schwarzafrikanische Frauen bis hin zu indonesischen Kirchenmitgliedern, die sich im interreligiösen Bereich engagieren. Mit dabei sind Lutheraner, Anglikaner und Orthodoxe aber auch Quäker und Mennoniten. </p>
<p>Ein bisschen klingt die Teilnehmerliste mit Vertretern zahlreicher Basisgruppen wie ein christliches Weltsozialforum.</p>
<p>Zudem ist bei der Konferenz auf ­Jamaika reichlich Kirchenprominenz vertreten: Auf der offiziellen Rednerliste steht unter anderem der russische Metropolit Hilarion und die deutsche Ex-Bischöfin Margot Käßmann, die zur Eröffnung sprechen wird. </p>
<p>Angemeldet sind der Erzbischof der armenischen Kirche im Irak sowie der Präsident der Allafrikanischen Kirchenkonferenz. Erwartet wird zudem der älteste Sohn des US-amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King.</p>
<p>Es ist ein breites Themenspektrum, das bei dem Treffen in Jamaika auf die Tagesordnung kommt. Auf dem Programm stehen die großen Schlagworte »Frieden mit der Gemeinschaft«, »Frieden zwischen den Völkern«, »Frieden in der Wirtschaft« und »Frieden mit der Erde«. </p>
<p>Thematisiert werden sollen Rassismus und Sexismus im Alltag, Umweltzerstörung und Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit und Armut sowie internationale Konflikte und Kriege. Für den 22. Mai ist ein Gebet für den Frieden geplant.</p>
<p>Bei dem Treffen soll eine Bilanz der Friedensarbeit in den Kirchen weltweit gezogen werden, sagt der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland, Martin Schindehütte, der als einer von rund 100&#xA0;deutschen Teilnehmern zu dem Treffen in die Karibik reisen wird. Und der mennonitische Theologe Fernando Enns sagt: »Wenn wir Frieden schaffen wollen, müssen wir uns vernetzen.« Der Professor, der als einer der Initiatoren der Friedensdekade gilt, hofft, dass von der Konvokation ein »starkes Signal« ausgeht&#xA0;– an die Kirchen selbst und auch an die politischen Kräfte.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist wohl auch die Wahl des Tagungsortes als Signal gedacht. War doch der Inselstaat in den zurückliegenden Jahren immer wieder wegen seiner hohen Kriminalitätsrate in den Medien. Zuletzt tobten vor rund einem Jahr in der jamaikanischen Hauptstadt tagelang Unruhen zwischen Polizei und Drogen-Kriminellen. Immer wieder kommt es in dem Land auch zu Gewaltexzessen gegen Homosexuelle.<br />
<em><br />
Barbara Schneider (epd)</em></p>
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		<title>Verhältnis der EKD zur Russisch-Orthodoxen Kirche</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2009/12/30/verhaltnis-der-evangelischen-kirche-in-deutschland-zur-russisch-orthodoxen-kirche-wir-bleiben-okumenisch-offen/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 12:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glaube und Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Erzbischof Hilarion Alfejew]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Margot Käßmann]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Schindehütte]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumene]]></category>

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Zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK) kriselt es. Was die EKD darüber denkt, erklärt Auslandsbischof Martin Schindehütte im Gespräch mit Benjamin Lassiwe.


Herr Bischof Schindehütte, nach der Wahl der geschiedenen Frau Margot Käßmann zur EKD-Ratsvorsitzenden kündigte der Leiter des Außenamtes der ROK, Erzbischof Hilarion Alfeyev, an, die Kontakte zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1097" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2009/12/Schindehuette.jpg"><img class="size-full wp-image-1097" title="Schindehuette" src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2009/12/Schindehuette.jpg" alt="Martin Schindehütte, Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD, ist als Leiter der Hauptabteilung »Ökumene und Auslandsarbeit« seit September 2006 Auslandsbischof der EKD.  (Foto: EKD)" width="200" height="440" /></a><p class="wp-caption-text">Martin Schindehütte, Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD, ist als Leiter der Hauptabteilung »Ökumene und Auslandsarbeit« seit September 2006 Auslandsbischof der EKD.  (Foto: EKD)</p></div>
<p><em> </em></p>
<p><em><strong>Zwischen der <a href="http://www.ekd.de">Evangelischen Kirche in Deutschland</a> (EKD) und der <a href="http://www.mospat.ru/">Russisch-Orthodoxen Kirche</a> (ROK) kriselt es. Was die EKD darüber denkt, erklärt Auslandsbischof <a href="http://www.ekd.de/personen/schindehuette.html">Martin Schindehütte</a> im Gespräch mit Benjamin Lassiwe.<br />
</strong><br />
</em></p>
<p><strong>Herr Bischof Schindehütte, nach der Wahl der geschiedenen Frau Margot Käßmann zur EKD-Ratsvorsitzenden kündigte der Leiter des Außenamtes der ROK, Erzbischof Hilarion Alfeyev, an, die Kontakte zur EKD abzubrechen. Wie sieht die EKD zurzeit ihr Verhältnis zur Russisch-Orthodoxen Kirche?<br />
Schindehütte:</strong> Unser Verhältnis zur Russisch-Orthodoxen Kirche darf man nicht eindimensional sehen. Wir haben derzeit einen offenkundigen ­Konflikt mit Erzbischof Hilarion und dem Außenamt der ROK, aus dem ein Problem für die Beziehungen mit der ROK insgesamt entstehen kann, aber nicht muss, denn wir hören auch Stimmen aus der Russisch-Orthodoxen Kirche, die an einer Fortsetzung des Dialogs interessiert sind. Dabei ist uns klar, dass wir keinen Dialog an unserer Ratsvorsitzenden Margot Käßmann vorbeiführen werden. Wenn Hilarion zur Bedingung macht, den Dialog nur mit mir als Auslandsbischof fortzusetzen, um Margot Käßmann zu umgehen, dann geht das nicht.</p>
<p><strong>Was hat denn der Dialog der letzten 50 Jahre eigentlich gebracht, wenn man jetzt in so eine Situation gerät?<br />
Schindehütte: </strong>Was wir jetzt erleben, ist eigentlich nichts Neues. Der Dialog mit der Russisch-Orthodoxen Kirche war immer auch schwierig. Meine Vorgänger Rolf Koppe und Heinz-Joachim Held standen als Auslandsbischöfe der EKD mehrfach vor Situationen, in denen die ROK damit drohte, den Dialog abzubrechen. Aber es ist immer weitergegangen – gerade zuzeiten des Eisernen Vorhangs waren die Gespräche mit der Russisch-Orthodoxen Kirche wichtige Brücken zwischen Ost und West.<br />
<strong><br />
Worum geht es denn bei den Dialogen mit der Russisch-Orthodoxen Kirche überhaupt?<br />
Schindehütte: </strong>Ich will mal Beispiele nennen: 2008 haben wir über die Menschenrechte als christliche Verpflichtung gesprochen. Auch die Themen Säkularisierung und Globalisierung waren von Bedeutung. Russland befindet sich zurzeit in einem gewal­tigen Säkularisierungsprozess. Wir in Deutschland haben bereits Erfahrungen damit, wie wir unter diesen Bedingungen unseren Glauben bezeugen können. Wir behandeln auch aktuelle Themen, von denen wir denken, dass wir voneinander lernen können.</p>
<p><strong>Wie stellt sich die EKD eine Fortsetzung dieser Gespräche vor?<br />
Schindehütte: </strong>Wir hoffen, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche zur ökumenischen Grundhaltung zurückkehrt, wonach wir als Kirchen trotz ­aller Unterschiede miteinander reden, und akzeptieren, dass der ökumenische Partner manches anders macht als wir selbst. Dass russisch-orthodoxe Bischöfe im Dialog auf Margot Käßmann treffen, heißt ja nicht, dass sie deswegen in der eigenen Kirche Priesterinnen einführen müssen. Aber wir erwarten von ihnen, dass sie akzeptieren, dass wir uns für eine Bischöfin als Ratsvorsitzende entschieden haben – so wie wir es nicht zur Vorbedingung für einen Dialog machen, dass die Russisch-Orthodoxe ­Kirche Frauen im Priesterinnenamt zulässt.</p>
<p><strong>Ende Januar findet vielerorts die Gebetswoche für die Einheit der Christen statt. Wie sollen evangelische ­Kirchengemeinden reagieren, wenn russisch-orthodoxe Geistliche und Gemeinden teilnehmen?<br />
Schindehütte: </strong>Von evangelischer Seite gilt: Wir bleiben einladend und offen und freuen uns über jedes gemeinsame Gebet, das bei dieser Gelegenheit gesprochen wird. Wenn Geistliche der Russisch-Orthodoxen Kirche an der Gebetswoche teilnehmen wollen, sind sie dazu herzlich eingeladen. Wir werden definitiv niemanden in die Ecke stellen – denn wir sind ökumenisch offen, und wollen das auch bleiben, trotz aller Spannungen, die wir zurzeit mit Moskau haben.</p>
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