Der Schwindel vom eleganten Kreuz

16. April 2014 von Gemeinsame Redaktion  
Abgelegt unter Glaube und Alltag

Gegen den Zeitgeist, die harte Botschaft von Schmerz und Leid weichzuspülen

Im Katalog eines christlichen Verlages findet sich folgendes Angebot: »Elegantes Wandkreuz«. Dazu die Erläuterung: »Aus der massiven Kreuzform« kann »die zarte Christusfigur herausgelöst« werden; so werde »auf geschmackvolle Weise« der christliche Glaube dargestellt.

Solch einem Angebot muss entschieden widersprochen werden. Es ist oberflächlich, sinnentstellend. Ist es überhaupt christlich? Kann ein Kreuz, kann das Kreuz elegant sein? Elegant – dabei denke ich an den Dresdener Semperopernball, an die Garderobe bei einem Pferderennen oder an Max Raabe mit seinem Palastorchester. Und bei Kreuz muss ich an Karfreitag denken – es geht gar nicht anders. Können Kreuz und Karfreitag elegant, zart, geschmackvoll sein und so dargestellt werden? Oder sind Kreuz und Karfreitag zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben? Schon die Frage ist unerträglich! Kreuz und Karfreitag gehören zusammen. »Es darf vor allem niemals die Identität von crux und crucifixus übersehen werden«, heißt es bei dem namhaften Theologen Hans Georg Fritzsche (1926–1986). Das Kreuz ist das markante Symbol des christlichen Glaubens.

Altarkreuz in der Dorfkirche in Möhra. Foto: epd-bild

Altarkreuz in der Dorfkirche in Möhra. Foto: epd-bild

Ein elegantes Kreuz – daraus spricht ein Zeitgeist, der alles, auch die härteste christliche Botschaft, weich spülen möchte. Schmerz und Leid sollen ausgeblendet werden. Lackiert, light und bequem möchte es bitte sein. So kommt es dann zu einer gepflegten, aber verlogenen Wellness-Religiosität. Nein, so ein elegantes, geschmackvolles Kreuz ist weiter nichts als stilisierter Kitsch.

Dennoch – eins ist gut an der Werbung: Sie spricht von einer massiven Kreuzform. Das Kreuz ist etwas Massives. Und die Kreuzigung erst recht. In einem Lexikon heißt es trocken und gefühllos: »Die Kreuzigung galt als eine besonders diskriminierende römische Strafe bei Aufruhr und Hochverrat. Der Tod trat bei Gekreuzigten durch Durst, Erschöpfung und Kreislaufkollaps ein.«

Wo ist da etwas Elegantes, Zartes, Geschmackvolles? Aber das Kreuz ist stark genug, um auch blasphemische Hohlheit zu ertragen.

Es ist notwendig, zu erinnern an Rembrandt, El Greco, Matthias Grünewald (Isenheimer Altar!), Josef Hegenbarth, die dem Kreuzesleiden schonungslos Ausdruck verliehen haben. Und es ist zu erinnern an Otto Dix. Er war getauft. Er war aus der Kirche ausgetreten. Vor der Bibel hatte er aber einen gewaltigen Respekt. Er hat über Jesus gesagt: »Da hängt man ihn dann, als Balletttänzer hängt er am Kreuz, nicht wahr, schön und poliert, wunderbar gewaschen und schön … Also, es ist alles Schwindel. Alles Schwindel. Ich lehne das ab … Er ist derart gepeinigt worden, er ist zusammengebrochen und ohnmächtig geworden … Nein, da musste man ihn als Schönling dranhängen …« Zu erinnern ist auch an den selten aufgeführten »Passionsbericht des Evangelisten Matthäus« von dem Komponisten Ernst Pepping (1901 bis 1981), der das Leiden Christi gewiss nicht so »schön« wie Johann Sebastian Bach in seinen Passionsmusiken erklingen lässt, aber sicherlich ebenso tiefgründig und ausdrucksstark.

Es ist Zeit, daran zu erinnern, dass eins von den letzten Worten, die Jesus am Kreuz gesagt hat, war: »Mein Gott, warum hast du mich verlassen?« Nur – Jesus hat diese Worte nicht »gesagt«, sondern »laut geschrien« hat er sie, wie der Evangelist Matthäus (Kapitel 24) berichtet. Hierher gehört auch, was Jahrhunderte zuvor Jesaja (Kapitel 53) prophezeit hatte: »Da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit … Darum haben wir ihn für nichts geachtet …« Paulus, der große Missionar und Theologe, sah seine Aufgabe so: »Wir aber predigen den gekreuzigten Christus – Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.« (1. Korinther 1,23) Der Apostel hat rigoros unterschieden zwischen zwei Menschheitsgruppen: Den einen ist die Predigt vom Kreuz ein »Ärgernis«, den anderen eine »Torheit« (1. Korinther 1,23). Mit anderen Worten: Skandal oder Unsinn. Paulus hielt dagegen: »Ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten« (1. Korinther 2,2).

Also: Das Kreuz und die Botschaft vom Kreuz sind nicht elegant, nicht zart und nicht geschmackvoll. Sie sind schmerzhaft, unbequem, störend. Und – sie sind »massiv«!

Und wo sie es nicht sind, müssen sie es wieder werden. Billiger geht es nicht.

Hans-Peter Steinhäuser

Trommeln bis das Blut fließt

9. April 2012 von Gemeinsame Redaktion  
Abgelegt unter Eine Welt

Comments Off

Spanien: Karfreitag laut und wild – mit Pauken und Trommeln wird an das Erdbeben beim Tode Jesu erinnert


Die Ursprünge des Brauches liegen im Dunkel des Mittelalters. Heute ist das lärmende Inferno zur Erinnerung an den Tod Jesu Volksfest und Touristenattraktion zugleich.

Kurz vor Mitternacht kommt Leben ins Dorf, füllen sich in Hijar die Straßen. Alt und Jung ist auf den Beinen und wie immer am späten Abend des Gründonnerstags zieht es die Menschen Richtung Marktplatz. Kleine Trommeln haben die Damen unter dem Arm, große Pauken die Herren vor den Bauch geschnallt. Andächtig die einen, ausgelassen die anderen. Doch je weiter die Uhr Richtung Karfreitag rückt, verstummen die Gespräche. Fast unheimlich ist schließlich die Stille, die mit dem neuen Tag ein dumpfer Schlag durchdringt. Wie jedes Jahr haut der Bürgermeister auf eine riesige Pauke. Es ist der Auftakt zur lautesten Nacht des Jahres. Zu einem lärmenden Inferno, das die Ohren bis zur Schmerzgrenze strapaziert.

Mit Trommeln und Pauken: Die lautstarke Erinnerung an das Leiden und ­Sterben Jesu ist in Spanien längst keine Männerdomäne mehr. – Foto: Günter Schenk

Mit Trommeln und Pauken: Die lautstarke Erinnerung an das Leiden und ­Sterben Jesu ist in Spanien längst keine Männerdomäne mehr. – Foto: Günter Schenk

Wie in Hijar hauen Punkt Mitternacht auch in einer Handvoll umliegender Gemeinden Tausende auf die Pauke, strapazieren wie Besessene ihre großen und kleinen Trommeln. »Romper la hora« (»die Stunde zerschlagen«) heißt der Brauch, mit dem man im Herzen Spaniens des Leidens und Sterbens Christi gedenkt. Doch was früher in Nieder-Aragonien nur ein Stück lokaler Volksfrömmigkeit war, ist in der dünn besiedelten Region zwischen Madrid und Barcelona inzwischen eine touristische Attraktion. In Calanda, das sich selbst gern Trommelhauptstadt nennt, hat man den Brauch deshalb auf den Karfreitagmittag verlegt. Punkt Zwölf bricht hier das Inferno aus, strapazieren Tausende von Lärmenden die Ohren.

Ein alter Brauch, der nach Francos Tod populär wurde
In Aragonien aber ist die »Romper la hora« mehr als der Höhepunkt der Karwoche. Genau betrachtet ist es ein kollektiver Freudenrausch, beseelt von Wein, Bier und Schnäpsen, die wie zum rheinischen Karneval längst auch zu Spaniens religiös motivierten Karfreitagsriten gehören. Das gemeinsame Trinken, so deuten es manche Kulturforscher, erinnere an das letzte Abendmahl, mit dem Christus einst Abschied von seinen Jüngern nahm.
Über die Ursprünge des Brauches ist viel gerätselt worden. So macht in Calanda gern die Legende die Runde, dass am Karfreitag anno 1127 ein Schäfer mit wildem Getrommel die Dorfbewohner vor dem Überfall maurischer Ritter gewarnt habe. Seitdem würde in Calanda getrommelt. Verlässliche Quellen aber reichen allenfalls bis ins späte Mittelalter. So sind schon im frühen 16. Jahrhundert in Hijar von den Franziskanern organisierte Umzüge trommelnder Bruderschaften belegt.
Richtig populär aber wurde der Brauch erst nach dem Tod des Diktators Franco im Jahr 1975, als sich das demokratische Spanien mehr und mehr für neue Formen der Volksfrömmigkeit öffnete. Noch mehr Zulauf fanden die Karfreitagstrommler, nachdem neun Gemeinden 1970 mit der »Ruta del Tambor y Bombo« (»Route der Trommel und Pauke«) eine neue touristische Marke schufen, die schließlich zum Fest von nationalem touristischen Interesse deklariert wurde. Und mit den Fremden, die jetzt kamen, wuchs in den Dörfern die Lust am Trommeln weiter. Allein im 3500-Einwohner-Städtchen Calanda verdreifachte sich die Zahl der Fellverhauer im letzten halben Jahrhundert.

Junge Frauen geben heute beim Trommeln den Ton an
Heute gehören junge Frauen zu den Trommel-Motoren. So wie Maria, die mit fünf anderen Frauen vor der Disco in Hijar ihr Karfreitagsbier trinkt. Ausgelassen malträtieren sie immer wieder ihre Pauken, so als wollten sie den Burschen zeigen, wer heute in der Karwoche den Ton angibt. Zusammen bilden sie eine »Cuadrilla«, wie die Spanier die einzelnen Trommelgruppen nennen, die in Bruderschaften, Freundeskreisen oder familiären Verbänden organisiert sind. Manchmal sind es nur drei oder vier Leute, oft aber Gruppen von 30 und mehr. Hauen alle synchron auf ihre Felle, ist der Höhepunkt der Tamborada erreicht. Minuten kann die dauern, aber auch fast eine Stunde wie in den Trommelhochburgen Hijar oder Calanda.
Inzwischen gilt das gemeinsame Trommeln in Nieder-Aragonien als das wichtigste Stück regionaler Identität. Mancherorts ist fast die Hälfte des Dorfes in der Karwoche beim großen Trommeln dabei. Dann marschieren sie in Kolonnen, außen die Trommler, innen die Männer und Frauen mit den Pauken, zwischen den einzelnen Pasos, den dreidimensionalen Bildern vom Leiden und Sterben Christi. Diese Figuren finden sich in fast jeder spanischen Kirche und werden von Palmsonntag an durch die Straßen der Dörfer und Städte getragen werden.

Nur Weicheier schützen die Hände mit Handschuhen
Jesu Einzug nach Jerusalem zeigen sie ebenso wie seinen Kreuzweg, seine Schmähungen und Verhöhnungen, aber auch Maria, die leidende Mutter Gottes. Bumm-Bumm-Bumm! Noch immer hallt es durch die Dörfer entlang der Trommelroute. Mehr als 24 Stunden sind die Tapfersten jetzt schon unterwegs, manche mit blutverschmierten Fingern. Längst hat sich die Haut von den Knöcheln gelöst, tropft frisches Blut auf die Felle der Pauken. Rostrot werden sich die Flecken nächstes Jahr zeigen, sichtbarer Beweis für die Leidenschaft, die keinen Schmerz kennt. Nur Weicheier, so heißt es, tragen Handschuhe oder binden sich ein Tuch um die Knöchel.
Auch wenn man miteinander wetteifert, versucht, die anderen aus dem Takt zu bringen, am Schluss ist aus vielen Individuen eine neue Gemeinschaft geworden, aus einem kollektiven musikalischen Gedächtnis regionale Identität gewachsen.

Günter Schenk

Kindergeschichte: »Emma und das neue Leben«

22. April 2011 von Gemeinsame Redaktion  
Abgelegt unter Familie

Aufregendes ereignet sich zwischen Karfreitag und dem Ostermorgen auf Josis Hühnerhof.  

Josi lag im Bett und weinte. Wegen Emma. Mama saß am Bettrand und streichelte Josi übers Haar. Sie sagte dabei nichts.
Karfreitag war sowieso ein komischer Tag.

Am Karfreitag erinnerte man sich daran, dass Jesus gestorben war. Das wusste Josi aus der Christenlehre. Deshalb waren alle Geschäfte geschlossen, es durfte keine fröhliche Musik gemacht werden und die Glocken läuteten auch nicht mehr.

Aber dieser Karfreitag war besonders schlimm. Denn heute Nacht war Emma gestorben.

Am Mittwoch war die Klasse 2b im Zoo gewesen. War das eine Aufregung! Josi liebte alle Tiere. Sie wollte mal Tierärztin werden. Gar nicht sattsehen konnte sie sich an den Affen, den Elefanten, den Tigern und den Krokodilen! Und zum Schluss durfte sogar jeder eine Runde auf einem Kamel reiten!

Am Donnerstag fragte Frau Hermann, die Klassenlehrerin, jeden aus der 2b nach seinem Lieblingstier. Florian sagte: »Löwe!«, Lucie sagte: »Affe!«, Jonathan sagte: »Lama!«, Julia sagte: »Zebra!« Außerdem wurden noch dreimal die ­Giraffen genannt, zweimal die Kängurus und die Erdmännchen sowie je einmal die Eisbären, die Otter, die Chinchillas und die Nashörner. Josi war als Letzte dran und sagte: »Hühner.« Hinter ihr wurde gekichert, und Florian rief: »Die gab’s gar nicht im Zoo!«

Frau Hermann schaute Florian streng an, weil er – wie immer – einfach reingerufen hatte. »Ich habe ja nicht gesagt, dass es ein Tier aus dem Zoo sein muss. Wenn Josi Hühner mag, ist das doch in Ordnung.«
emma3

Das war wirklich so. Am liebsten mochte Josi die Hühner. Sie hatten zu Hause sieben Hennen. Josi hatte ihnen sogar Namen gegeben und konnte alle unterscheiden. Und hier sind sie:

Berta mit dem weißen Fleck am Hals,
Frieda mit der hohen Stimme,
Hilda, die dauernd scharrte,
Herta, die kleinste von allen,
Emma mit den langen Schwanzfedern,
Klara, die zutraulichste und
Wilma, die als Einzige braune Eier legte.
Und dann gab’s natürlich noch August den Starken. Das war der Hahn.

Frieda und Emma saßen seit fast drei Wochen auf ihren Eiern und brüteten. Erst hatten beide jeden Tag ein Ei ­gelegt: Frieda insgesamt sieben und Emma vier. Dann hatten sie sich draufgesetzt. Und sie gingen nur kurz von ihren Eiern runter, um was zu fressen oder zu trinken.

»Wieso setzt sich Frieda auf sieben Eier und Emma nur auf vier?«, hatte Josi ihren Papa gefragt. »Das wissen nur die beiden«, hatte der geantwortet. »Sie sind dann halt in Brutstimmung.« Dieses Wort hatte Josi noch nie gehört, aber sie wusste, was es bedeutet. Wenn sie nachschauen wollte, ob noch alle Eier unter Frieda und Emma lagen, dann begannen die beiden sofort nach ihrer Hand zu hacken und wild zu gackern. Keine Chance! Brutstimmung eben.

»Ein brütendes Huhn nennt man Glucke«, hatte Papa ihr erklärt. Die beiden Glucken Frieda und Emma hatten es fast geschafft. Nur noch ­wenige Tage, bis aus den Eiern kleine gelbe kuschelige Küken schlüpfen würden. Und dann das …

Als Josi heute Morgen in den Stall ging, um nach den Hühnern und den Eiern zu schauen, lag Emma neben ­ihrem Nest und bewegte sich nicht mehr. Josi rannte sofort zurück zu Papa und rief: »Komm schnell, mit Emma ist was ganz Schlimmes passiert!« Josi und Papa liefen in den Stall.

Papa nahm Emma hoch, ­untersuchte sie und sagte leise: »Sie ist tot. Aber noch warm. Es muss grade erst passiert sein.« Josi schossen sofort die Tränen in die Augen. »Warum ist sie gestorben, Papa?« »Sie ist sechs Jahre, Josi. Das ist für ein Huhn schon ziemlich viel. Sie war einfach alt.«

Und jetzt lag Josi im Bett und weinte. Wegen Emma.

emma4

»Was wird eigentlich aus Emmas Eiern?«, fragte Josi zwischen zwei Schluchzern. »Papa hat sie Frieda mit untergeschoben. Vielleicht brütet sie ja Emmas Eier mit aus«, erwiderte Mama. »Aber Frieda hat doch selber sieben Eier.« »Na, sieben eigene und vier fremde, das macht zwölf. Das schafft Frieda schon.« »Sieben und vier macht Elf, Mama. Ich kann ja besser rechnen als du!« Josi musste sogar schon wieder lächeln.

»Komm schnell in den Stall!« Es war Sonntagmorgen – Ostermorgen –, und Papa war ganz aufgeregt. Josi zog sich schnell Jacke und Schuhe an und rannte über den Hof. Im Stall gackerte Frieda zufrieden vor sich hin, und um sie herum wuselten elf kleine gelbe Wattebällchen. August der Starke stand in der Nähe, hielt den Kopf schief und beschaute sich seinen Nachwuchs. Papa war richtig aufgedreht.

»Sogar Emmas Küken sind geschlüpft! Alle vier!« Papa lachte vor Freude. »Welche sind Emmas Küken?«, fragte Josi und hockte sich hin. Papa schaute sie erstaunt von der Seite an. »Also Josi, woher …« Dann brach er ab, schob vier Küken ein wenig zur Seite und sagte: »Die sind es.«

emma2

Josi hatte nur Augen für Emmas Küken. Die kleinen gelben Dinger waren noch ganz wacklig und fiepten leise. »Du bist Klein-Emma. Du bist Emmalein. Du bist Emily. Und du bist Emma Zwei. Eure Mama war toll. Sie hatte die längsten Schwanzfedern von allen!«

Text: Thomas Reuter / Zeichnungen: Kathrin Gehres-Kobe