Muss ich beten?

25. Mai 2014 von Gemeinsame Redaktion  
Abgelegt unter Glaube und Alltag

Der Sonntag Rogate stellt das Gebet in den Mittelpunkt – doch was ist Gebet und warum ist es wichtig?

»Muss ich beten?«, fragte ich als Zehnjährige die Katechetin. Ich wollte von Gott geliebt werden, aber ich hatte keine Lust, religiöse Pflichtübungen zu erfüllen. »Du musst überhaupt nichts«, antwortete sie gut evangelisch-lutherisch.

Doch ihre Antwort befriedigte mich nicht. Ich spürte: Es geht nicht um eine Pflichtübung. An Gott glauben heißt, eine Beziehung zu ihm zu haben, mit ihm zu leben, ihm zu vertrauen – trotz allen Misstrauens. Eine solche Beziehung aber braucht Pflege. Sie sucht das Gespräch. Das begriff ich je länger je mehr.

Gott selbst lockt uns zum Gespräch mit ihm
»Gott will uns damit locken«, schreibt Martin Luther im Kleinen Katechismus in der Einführung zum Vaterunser, »dass wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, damit wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen wie die lieben Kinder ihren lieben Vater.« Gott selbst sucht das Gespräch mit uns.

Die Ordensfrau Therese von Lisieux (1873–1897) vergleicht das Gebet mit einer Königin, »die immer freien Zutritt zum König hat und alles erlangt, worum sie bittet. Es ist durchaus nicht nötig, ein schönes, für den entsprechenden Fall formuliertes Gebet aus einem Buch zu lesen … Ich sage Gott ganz einfach, was ich ihm sagen will, ohne schöne Worte zu machen, und er versteht mich. Für mich ist das Gebet ein einfacher Blick zum Himmel, ein Ruf der Dankbarkeit und der Liebe, aus der Mitte der Mühsal wie aus der Mitte der Freude. Es ist etwas Großes, das mir die Seele weitet und mich mit Jesus vereint.«

Foto: epd-bild

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Wer regelmäßig bestimmte Zeiten dem Gebet widmet, kann auch leichter spontan beten. Rituale geben unserem Beten Halt und Struktur. Was wir häufig wiederholen, prägt sich tief ein und wird zu einer kleinen persönlichen Liturgie. Also: Keine Scheu, immer wieder das Gleiche vor Gott zu bringen. Die gewohnte Liturgie hilft, wenn das Beten schwerfällt.

Gebet kann viele Formen haben
Für das Gespräch mit Gott gibt es viele Formen. Da ist nicht eine besser als die andere. Jede hilft auf ihre Weise, die Beziehung zu Gott zu gestalten. Ein Lied beispielsweise kann meine Liebe zu Gott oft besser ausdrücken als ein frei formuliertes Gebet. Die alltäglichen Freuden und Lasten dagegen bringe ich so zu Gott, wie es mir gerade in den Sinn kommt. So als würde ich mit einem vertrauten Menschen sprechen.

Für andere Menschen erbitte ich Gottes Hilfe, indem ich ihm ihre Namen nenne oder eine Kerze für sie anzünde. Er weiß selbst am besten, was gut für sie ist. Das hindert mich allerdings nicht, ihn auch um konkrete Dinge zu bitten.

Die Psalmen der Bibel wiederum schenken mir Worte des Staunens über Gottes Größe und führen zur Anbetung. Unentbehrlich sind sie, wenn mir eine Not die Sprache verschlägt, wenn ich vor Kummer nicht weiß, was ich sagen soll. Dann finde ich in den Psalmen Worte der Klage. Diese alten Gebete sind so gefüllt mit menschlichen Erfahrungen, dass ich mich selbst und andere darin bergen kann. Sie sind wie eine große Schale, in die ich mein Anliegen hineinlegen kann. Sie nehmen sogar die Anliegen der Menschen auf, die nicht beten können. Das Beten mit Psalmworten wird dadurch zu einem Dienst für die Welt.

Oft weiß ich nicht, was ich beten soll. Dann helfen mir traditionelle Gebete, die Menschen vor mir schon gebetet haben, allen voran das Vaterunser. Andere sind im Anhang des Gesangbuches abgedruckt. Ähnlich wie die Psalmen leihen sie mir ihre Sprache. Ohne sie würde mein Gebet vertrocknen.

Beten braucht nicht viele Worte. Es braucht vor allem das eine: dass ich innehalte und aufmerksam werde für Gottes Nähe. »Gott, ich danke dir, dass du da bist. Was hast du mir heute zu sagen?« Oder auch: »Gott, wo bist du? Wenn du überall bist, wie kommt es, dass ich sooft woanders bin?« Je mehr wir uns üben, auf Gott zu achten, desto leichter werden wir mit ihm ins Gespräch kommen.

Beten braucht nicht immer Worte
Solches Beten führt ins Schweigen. Einfach bei Gott sein und wissen: Es ist gut, mit ihm zusammen zu sein. Ich öffne mich für ihn, so gut ich kann. Um still zu werden, hilft es, auf den eigenen Atmen zu achten. Dann kann ich kurze Gebetsworte damit verbinden. »Du in mir«, denke ich etwa beim Einatmen, »ich in dir«, beim Ausatmen – immer wieder, zehn Minuten lang oder auch länger. Diese Form des Betens nennt man Herzensgebet. Häufig wird es verbunden mit den Worten »Herr Jesus Christus – erbarme dich meiner/unser«. So nehme ich seine Liebe in mich auf, so strömt sie durch mich zu den anderen Menschen. So wächst die Kraft seines Segens in unserer Welt.

Brigitte Seifert


Was mir am Beten wesentlich scheint

An der Bewegung der Liebe teilnehmen: Beten lebt davon, dass Gott zu uns kommt mit seiner Hilfe und Liebe. Diese Liebe öffnet unser Herz für Menschen, die uns brauchen. Das Beten bleibt dann nicht in eigenen Interessen gefangen. Beten und Liebe gehören zusammen.

Gute Gewohnheiten pflegen: Unser Beten braucht angemessene Formen und Rituale. Dazu kann auch ein besonderer Ort oder eine besondere Zeit am Tag gehören. Es lohnt sich, nach Formen für unser Beten zu suchen, die uns entsprechen und sich zwanglos in unseren Tages- und Wochenrhythmus einfügen lassen. Formen, die auch unseren Sinnen und unserem Gefühl Hilfestellung geben.

Mit der Gemeinschaft der Glaubenden verbunden bleiben: Das persönliche Gebet nährt sich aus der Lebensverbindung mit der Gemeinschaft anderer Christinnen und Christen. Wer beispielsweise das Evangelische Gesangbuch oder das katholische Gotteslob für das eigene Beten fruchtbar macht, stellt sich in die Weite der christlichen Gemeinde hinein. Das Gebet des Einzelnen wird getragen und befruchtet vom Gebet der Kirche und umgekehrt.

Dem Bösen widerstehen: Wer betet, nimmt teil an Gottes Kampf gegen die Leben zerstörenden Kräfte dieser Welt. Wir sind vielfach bedrängt durch Ereignisse und Mächte, die uns ängstigen und das Leben bedrohen. Die Bibel spricht hier von »Feinden«. Als Betende stellen wir uns an die Seite Jesu Christi, der diesen Feinden entgegentritt, bis sie endgültig überwunden sind.

Zum Kommen des Reiches Gottes beitragen: Der »Erfolg« unseres Betens lässt sich nicht einfach aufweisen. Denn Gott handelt überraschend. Sein Wirken bleibt für uns unverfügbar. Auch wenn manche Bitte nicht erfüllt wird, erfahren Beter dennoch immer wieder Gottes rettendes Eingreifen. Unser Beten trägt dazu bei, dass Gottes Heilskräfte in dieser Welt wachsen.

Brigitte Seifert

Dr. Brigitte Seifert gehört der Schwesternschaft des Missionshauses Malche in Bad Freienwalde/Oder an, wo sie zwischen 1991 und 2005 als Oberin, Dozentin und Seelsorgerin das gemeinsame geistliche Leben wesentlich mitgestaltete. Seit 2007 leitet sie das Haus der Stille der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in Kloster Drübeck bei Wernigerode.

Beten ist eine Lebenshaltung

13. Mai 2012 von Gemeinsame Redaktion  
Abgelegt unter Glaube und Alltag

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Erwachsen beten lernen! – Anregungen, um die Sprachlosigkeit gegenüber Gott zu überwinden


Anlässlich des Sonntags Rogate widmen wir uns dem Gebet. In dieser Ausgabe geht es um Tipps für Erwachsene, in der nächsten um Beten mit Kindern.

Nicht, dass er nicht an Gott geglaubt hätte, aber irgendwann ­redete er nicht mehr mit ihm. Es gab kaum eine ruhige Minute im Getriebe des Alltags und irgendwie auch keinen Bedarf. Sein Alltag verlief in geordneten Bahnen, und es fehlte ihm nichts ohne Gebet. Gewiss, gelegentlich ein Stoßgebet – als der Sohn so schlimm gestürzt war und nicht feststand, ob er seine Hand je wieder würde gebrauchen können. »Gott, lass ihn wieder gesund werden.«

Foto: picture-alliance/dpa

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Aber jetzt: Quälende Sprachlosigkeit, mühsames Suchen nach Worten angesichts der eigenen Krankheit. Nein, die Kindergebete, »Ich bin klein, mein Herz mach rein«, »Müde bin ich geh zur Ruh«, die plötzlich wieder präsent waren, waren nicht die Worte, die er jetzt sprechen konnte. Aber welche dann? Das Vaterunser vielleicht? Oder die Bitte, wieder gesund zu werden? Wo doch die Diagnose eindeutig »nicht heilbar« lautete.

Bruno Pflugschmidt (82) und sein Sohn Werner (51) waren dankbar, dass die Krankenhausseelsorgerin an ihrer Stelle Gebetsworte fand. Die beiden Männer sind keine Ausnahmen. Bei vielen Menschen reißt der Faden des Gebets – auch wenn sie keineswegs Atheisten sind.

Rüdiger Maschwitz, der gemeinsam mit seiner Frau Gerda das »Kursbuch Beten« geschrieben hat, macht als Seelsorger immer wieder die Erfahrung, dass viele Menschen angesichts einer Krise, eines Umbruchs, ­einer Krankheit oder in Situationen der Neuorientierung die Frage nach dem persönlichen Gebet stellen. Die meisten kennen das Gebet aus Kindertagen. »Wer als Kind das Beten nicht gelernt hat, lernt es später kaum noch«, weiß Rüdiger Maschwitz aus der Begleitung vieler Erwachsener. Aber wie wieder anfangen?

Viele Menschen erleben es als ­hilfreich, sich ein festes Ritual zu schaffen. Denn Formen formen. Wer formlos lebt, lebt wehrlos gegenüber Zeitmangel oder der eigenen Trägheit. Solche Rituale können sehr verschieden aussehen. Dietmar H. (46) etwa nutzt die Zeit, die er morgens auf dem Weg zur Arbeit regelmäßig im Stau steht zur Fürbitte für die Menschen, die ihm nahe sind.
Renate L. (62) ­zündet nach dem Frühstück für eine viertel Stunde eine Kerze an und hört Taizé Musik. »Ich bin einfach still vor Gott – ohne Worte«.

Georgine und Ralf B. (beide 82) nennen jeden Sonntagmorgen vor dem Frühstück die Namen ihrer Enkelkinder im Gebet. Und Günther H. (77) ist der frommen Tradition der »Stillen Zeit« treu geblieben. Jeden Morgen liest er allein für sich die ­Losung, einen Bibeltext – und die ­Zeitung. Wenn ihm das aktuelle Zeitgeschehen die Gebets-Sprache verschlägt, betet er mit Worten aus dem Gesangbuch oder aus den Psalmen.

Rüdiger Maschwitz ist es wichtig, sich selbst beim Einhalten solcher selbst geschaffener Rituale nicht unter Druck zu setzen. »Es gibt Zeiten, in denen es gelingt, regelmäßig inne zu halten und Zeiten, in denen wir hinter unseren Vorsätzen zurückbleiben.« Er warnt vor dem »spirituellen Hamsterrad«, ermutigt aber dazu, »sich immer wieder aus dem Alltag auszuklingen«.
Beten ist mehr als Dank, Bitte oder Klage. Beten ist etwas Grundlegendes: Beten heißt, sich Gott hinhalten!

Damit ist gesagt, dass Beten nicht zuerst ein Reden ist, weder laut noch leise. Beten ist ein Lebensvollzug, eine Daseinshaltung: Ich bin Gottes! Ich lebe unter dem Blick seiner Güte mit jedem Atemzug. Und ich tue das bewusst. Ich bete mich in das Leben vor Gott hinein und ich lebe mich in dieses Beten hinein; es bestimmt mein ganzes Dasein.

Um zu begreifen und leben zu ­können, dass Beten heißt, sich Gott hinzuhalten, dafür muss man die ­Erfahrung des Überwältigtseins oder die Erfahrung großer Angst und Ausweglosigkeit gemacht haben und dem eigenen Sterbenmüssen begegnet sein. Oder zu der Einsicht gelangt sein, dass man den Weg der eigenen Kinder nicht mehr beeinflussen, die eigene Lebensbilanz nicht mehr umschreiben kann. Wer so an das Ende aller Worte gelangt, wird sich ohne Worte Gott hinhalten!

Wenn das Beten ein Akt meines ganzen Daseins ist, dann werde ich für das Gespräch mit Gott immer wieder Zeiten und Orte finden. Ich höre mehr und mehr auf, Gott Vorschläge zu machen, wenn ich ihn um etwas bitte. Was habe ich als junger Mensch Gott alles nahegelegt, wie er mein Beten ­erhören soll! Und wie froh bin ich im Nachhinein, dass Gott sich oft nicht an meine Vorschläge gehalten hat!
Karin Vorländer

Maschwitz, Gerda/Maschwitz, Rüdiger: Kursbuch Beten. Anregungen für alle Lebenslagen, Kösel Verlag, 288 S., ISBN 978-3-466-36826-6, 17,95 Euro

Gott – der große Ursprung aller Welten

24. September 2010 von Gemeinsame Redaktion  
Abgelegt unter Glaube und Alltag

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Der Theologe Jörg Zink zum wichtigsten Gebet der Christenheit – dem Vaterunser (Schluss)

Was soll man beten?«, fragten die Jünger Jesu. Und er gab ihnen das große und einfache Gebet, das wir Vaterunser nennen. In einer dreiteiligen Beitragsserie beschäftigt sich Jörg Zink mit diesem Gebet und den einzelnen Bitten.

Erlöse uns von dem Bösen«, sagen wir. Damit ist gemeint: Alles, ­unsere ganze Menschenwelt, ist in den Pranken des Bösen. Gewalt und Bosheit herrschen unbegrenzt, und wenige nur setzen ihnen wirklich ­etwas entgegen. Die Gefahr ist, dass wir glauben: Das Böse oder der Böse – das Wort lässt offen, ob das Böse eine ­anonyme oder eine personenähnliche Macht ist – hat die letzte Macht.

Wir bitten Gott also dringend: Löse die Gewalt, mit der das Böse oder der Böse – gleichviel – uns im Griff hat. Denn wir möchten, nein, wir müssen glauben dürfen, dass du bist, dass du die Macht hast, dass du uns in unserem Elend zugewandt bist, dass wir uns auf dich verlassen können und dass du uns einer Zukunft entgegenführst, in der es ein Aufatmen für uns gibt, in der es möglich ist, ohne Angst zu leben.

»Dein ist das Reich.« So beginnt der Abschluss des Vaterunsers. Das ist keine Bitte mehr. Es ist eine Feststellung. Damit sagen wir: Du bist letztlich der Herr. Du bestimmst, was geschieht. Auch mit uns. Auch mit dieser ganzen Erde. Du bist der große Ursprung der Welt und aller Welten, die es je gab und je geben wird. Du bist das Ziel, auf das alles zuläuft. Du bist der, der auch den kurzen Augenblick, in dem wir Menschen unsere Tage verbringen, in der Hand hat, der ihn bestimmt und gestaltet, und dir vertrauen wir heute, immer, den folgenden Tag an. »Dein ist die Kraft«, ­sagen wir. Aus ihr kommt die ganze Entwicklung dieser Welt seit dem Urknall.

Mit deiner Kraft wirst du die Welt an ihrem Ende auffangen und erneuern in unendlichen neuen Anfängen. Denn es ist keine Kraft in der Welt, in der du nicht wirkst; kein Gesetz kommt anderswoher als aus deinen Gedanken. Kein Ding nehmen wir in Gebrauch, das sein Wesen nicht hätte aus deiner Kraft. Und wir selbst bringen unsere Kraft ein in das Spiel aller Kräfte, die aus dir sind, denn wir ­wissen: Auch die kleine Kraft, mit der wir unser Werk tun, ist von dir.

»Dein ist die Herrlichkeit«, so schließen wir. »Herrlichkeit« ist ein nicht ganz deutliches Wort. Was der Jude von damals damit meinte, drückte er in dem hebräischen Wort »kabod« aus. Es bedeutete: das Gewicht, das Gott für diese Welt darstellt, die Heiligkeit, die schöpferische Kraft, die erschreckende Souveränität, die ihm eignet. Die unendliche Wesentlichkeit gegenüber aller Scheinbarkeit. Das unendliche Maß an Realität, demgegenüber das, was wir Realität nennen, sich schon fast ins Nichtreale verliert. Zugleich aber ist diese Wirklichkeit die Quelle dessen, was auf dieser Erde wirklich ist.

Wir sagen also: Was es an Größe gibt in dieser Welt, ist groß, weil du es bist. Alles Staunenswerte, das wir Menschen schaffen, hat seine Herrlichkeit von dir. Alle Schönheit ist ­Abglanz deiner Schönheit. Das Beste an unseren Gedanken, das Beste, das uns gelingt, ist Anteil an deiner ­Herrlichkeit. Und all das gilt »in Ewigkeit«.

Wenn wir also wollen, können wir das Vaterunser noch einmal lesen, mit Versuchen einer deutlicheren Übersetzung, die seinen Sinn da und dort vielleicht ein wenig besser zeigt: Unser Vater, Gott, der du uns aus deiner Verborgenheit heraus ansprichst, du sollst uns heilig sein. Verwandle die Welt in dein Reich. Setze deinen Willen durch, dort, wo wir ihn wahrnehmen, und dort, wo er uns verborgen ist. Das Brot, das für uns in deinem Reich bereitliegt, gib uns heute. Löse uns aus der Verstrickung in unsere Verfehlungen, wie wir diejenigen aus ihrer Verstrickung lösen, die an uns schuldig werden. Lass uns nicht in die Gefahr geraten, deine Hand loszulassen, sondern mache uns frei von der Macht des Bösen. Denn du bist der Kommende, du hast die Macht. Du bist der Heilige, jetzt und in Ewigkeit.

Der Autor Jörg Zink (87) ist evangelischer Pfarrer und Buchautor aus Württemberg und war viele Jahre Sprecher des Worts zum Sonntag.