»Damit ihr Hoffnung habt«

11. Februar 2010 von mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de  
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Die »Wise Guys« haben den Song zum Ökumenischen Kirchentag komponiert

Die Wise Guys: »Wir fünf sind uns einig, dass wir eine Trennung zwischen evangelisch und katholisch nicht brauchen.« Foto: privat

Die Wise Guys: »Wir fünf sind uns einig, dass wir eine Trennung zwischen evangelisch und katholisch nicht brauchen.« Foto: privat

Vor Kurzem haben Dän Dickopf, Eddi Hüneke, Sari Sahr, Ferenc Husta und der Neue, Nils Olfert, in München den offiziellen Ökumenischen Kirchentags-Song »Damit ihr Hoffnung habt« vorgestellt. Peter Baier hat mit der Musikgruppe über Träume und Hoffnungen und über ihre Musik gesprochen.

Wie geht Ihr vor, wenn Ihr eine Auftragsarbeit bekommt, die zudem ein Motto beinhaltet – wie zum Beispiel das Lied zum 2. Ökumenischen Kirchentag im Mai 2010 in München.
Dän:
Als ich den Text geschrieben habe, habe ich darauf geachtet, dass die Losung des Kirchentags »Damit ihr Hoffnung habt« auch die sogenannte Hookline sein soll, also die erste Zeile, die im Song auftaucht. Denn das muss beim Publikum richtig zünden. Wir glauben, dass das Motto eine zentrale Botschaft des Kirchentags ist.

Als Ihr jüngst den Song in München vorgestellt habt, sagtet Ihr auf der Bühne, auch Ihr hättet eine Botschaft.
Dän:
Wir fünf sind uns einig, dass wir eine Trennung zwischen evangelisch und katholisch nicht brauchen. Wir haben in unseren Kirchengemeinden in Köln auch die Erfahrung gemacht, dass die breite Basis sich nicht für theologische Detailfragen der Ökumene interessiert. Es würde unglaublich viel Energie entstehen, fänden die Kirchen zusammen.

Auch privat praktiziert Ihr Fünf gelebte Ökumene.
Dän:
Ja, wir sind drei Protestanten und zwei Katholiken und kommen ­sowohl auf der Bühne, im Studio als auch privat sehr gut miteinander aus.

Ihr seid kirchentagserfahren. Was erwartet Ihr vom Ökumenischen Kirchentag in München?
Dän:
Das wird wahrscheinlich der größte Kirchentag, auf dem wir jemals gesungen haben. Wir konnten bisher bei evangelischen Kirchentagen vor 40000 Menschen in Köln und 65000 in Bremen auftreten. Jedes Mal war es eine supertolle Stimmung.

Ist die Stimmung bei Euren Kirchentagsauftritten anders als bei »weltlichen« Konzerten?
Ferenc:
Da entsteht ein ganz anderes Gemeinschaftsgefühl. Man spürt, wie die Leute stimmungsvoll ankommen, Spaß haben wollen und sich gut verstehen.
Dän: Ungewöhnlich ist auch, dass ­unter den Menschen eine derart positive Stimmung entsteht, die auch uns packt.

Wer kam auf Euch zu, um den offiziellen ÖKT-Song zu bestellen?
Sari:
Als wir auf dem Evangelischen Kirchentag in Hannover aufgetreten sind, war die Kirchentagsleitung offensichtlich völlig überrascht, dass da 35000 Leute auf dem Platz standen und ein richtiges Fest feierten. Zwei Jahre später kam dann erneut eine Anfrage, zunächst für Bremen, und dann für München, das offizielle Lied für den 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 zu schreiben. Das haben wir gern gemacht, obwohl wir uns nicht als christliche Band definieren, sondern wir machen Popmusik für alle.

Was glaubt Ihr, was bewirkt solch ein Ökumenischer Kirchentag?
Dän:
Ich glaube, dass dies eine Frage ist, die nicht nur den Ökumenischen Kirchentag betrifft, sondern die sich ganz allgemein stellt. Wir glauben, dass auf den Kirchentagen Impulse gesetzt werden. Allerdings befürchten wir, wir werden nicht mehr erleben, dass sich die beiden Kirchen einig werden. Aber vielleicht kann man ein paar Schritte in diese Richtung machen.

Erwartet Ihr Euch gerade von München ein anderes Feedback als in ­anderen Städten?
Nils:
Ja. Bremen zum Beispiel ist ja wesentlich kleiner als München, da war die ganze Stadt ein einziger Kirchentag. Das wird in München anders sein: Es werden deutlich mehr Menschen da sein, und wir sind gespannt auf den Vergleich.

Den Kirchentagssong der »Wise Guys« gibt es zum Download unter www.sonntagsblatt-bayern.de.
Kostenlose CDs gibt es über: 2. Ökumenischer Kirchentag 2010, Rundfunkplatz 4, 80335 München, Telefon (089) 559997337, E-Mail