<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Mitteldeutsche Kirchenzeitungen &#187; Eine Welt</title>
	<atom:link href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/category/eine-welt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de</link>
	<description>Gemeinsames Portal von â€žGlaube + Heimatâ€œ und â€žDer Sonntagâ€œ</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Sep 2010 12:54:31 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Fortschritt mit Buchstaben</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/09/03/fortschritt-mit-buchstaben/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/09/03/fortschritt-mit-buchstaben/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 15:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Tattenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>
		<category><![CDATA[Institut fÃ¼r radiofone Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[JosÃ© Maria AndrÃ©s]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=2124</guid>
		<description><![CDATA[Alphabetisierung: Guatemalas Frauen lernen Lesen und Schreiben&#160;â€“ mehr Bildung bedeutet weniger Ausbeutung
Guatemala gilt als das lateinamerikanische Land mit der hÃ¶chsten Analphabetenrate. Besonders Frauen haben oft nie eine Schule Â­besucht. Doch der Wille zum Lernen ist groÃŸ.
/br> 
Die meisten LÃ¤nder des Lateinamerikas sind seit Ende des vergangenen Jahrhunderts auf einem guten Weg, den AnalphabeÂ­tismus in absehbarer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Alphabetisierung: Guatemalas Frauen lernen Lesen und Schreiben&nbsp;â€“ mehr Bildung bedeutet weniger Ausbeutung</h5>
<p><strong>Guatemala gilt als das lateinamerikanische Land mit der hÃ¶chsten Analphabetenrate. Besonders Frauen haben oft nie eine Schule Â­besucht. Doch der Wille zum Lernen ist groÃŸ.</strong></p>
<p><div id="attachment_2133" class="wp-caption alignnone" style="width: 585px"><img src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/09/12-Bild-1.jpg" alt="Lernen mit hoher Motivation: Viele der Frauen, die an dem Bildungsprogramm von IGER teilnehmen, haben lÃ¤ngst Â­eigene Kinder oder sind sogar schon GroÃŸmÃ¼tter. (Foto: Andreas Boueke)" title="12-Bild-1" width="575" height="428" class="size-full wp-image-2133" /><p class="wp-caption-text">Lernen mit hoher Motivation: Viele der Frauen, die an dem Bildungsprogramm von IGER teilnehmen, haben lÃ¤ngst Â­eigene Kinder oder sind sogar schon GroÃŸmÃ¼tter. (Foto: Andreas Boueke)</p></div></br> </br></p>
<p>Die meisten LÃ¤nder des Lateinamerikas sind seit Ende des vergangenen Jahrhunderts auf einem guten Weg, den AnalphabeÂ­tismus in absehbarer Zeit weitgehend zu Ã¼berwinden. Zuletzt haben Venezuela, Bolivien, Nicaragua und Ecuador von der UNESCO die Medaille Â»Analphabetismus-freies GebietÂ« erhalten. Das bedeutet, dass mindestens 96&nbsp;Prozent der BevÃ¶lkerung schreiben und lesen kÃ¶nnen. Aber in Guatemala gibt es nicht einmal vertrauenswÃ¼rdige Statistiken Ã¼ber die Zahl der Analphabeten. Nur rund die HÃ¤lfte der Kinder schlieÃŸt das sechste Schuljahr und damit die Grundschule ab. Zugleich ist in keinem anderen Land Lateinamerikas das VermÃ¶gen der Gesellschaft so ungleich verteilt wie in Guatemala.</p>
<h3>Mangelnde Bildung erleichtert Manipulation</h3>
<p>Die Bildungsreferentin von UNICEF, Ana Maria Sanchez, sieht darin eine der Hauptursachen fÃ¼r das niedrige Bildungsniveau der BevÃ¶lkerungsmehrheit: Â»Viele Kinder sind zu arm, um in die Schule gehen zu kÃ¶nnen. Sie wohnen weit entfernt von der nÃ¤chsten Schule. Oder sie mÃ¼ssen wÃ¤hrend der Erntezeit an die KÃ¼ste ziehen, um dort auf den Plantagen zu arbeiten.Â« Auch der Staat verfÃ¼ge nicht Ã¼ber ausreichend Mittel, weil es ihm nicht gelinge, genÃ¼gend Steuern einzusammeln. Â»Die Reichen und die groÃŸen Firmen haben wenig Interesse daran, das zu Ã¤ndern. Eine ungebildete BevÃ¶lkerung lÃ¤sst sich leichter manipulieren. Je weniger Informationen die Leute haben, desto besser kann man sie ausbeutenÂ«, so das bittere Fazit.</p>
<p>Die meisten Analphabeten in Guatemala sind Mayas. Eine Organisation, die sich um ihre Alphabetisierung bemÃ¼ht, ist das guatemaltekische Institut fÃ¼r radiofone Bildung, IGER. Dessen Angebot funktioniert Ã¼ber Radiosendungen, die den Lernenden tÃ¤glich die Unterrichtsinhalte vermitteln. Nur samstags kommen Lerngruppen zusammen. Das Konzept wurde von dem deutschen PÃ¤dagogen Franz Tattenbach entwickelt. Heute wird es von rund 40.000 Erwachsenen genutzt. </p>
<p>Seit dem Tod von Franz Tattenbach im Jahr 1992 wird das Institut von dem spanischen Priester JosÃ© Maria AndrÃ©s geleitet. Â»Bildung ist der SchlÃ¼ssel zur EntwicklungÂ«, sagt er. Und fÃ¼gt hinzu: Â»Meiner Erfahrung nach bringen gerade diejenigen Menschen, die besonders unter Armut und Ausbeutung leiden, eine auÃŸergewÃ¶hnliche Kraft auf, um Zugang zu Bildung zu bekommen.Â«</p>
<p>Seit den Lebzeiten des GrÃ¼nders Franz Tattenbach hat die Beteiligung deutscher PÃ¤dagogen an der Erwachsenenbildung von IGER Tradition. Die pensionierte Grundschullehrerin Renate Hacke hat schon mehrere Jahre als Bildungsreferentin in Guatemala verbracht: Â»Eigentlich muss der Staat fÃ¼r Bildung sorgen. Aber wo der Staat nicht greift, finde ich es in Ordnung, wenn private Institutionen oder die Kirche UnterstÃ¼tzung leisten.Â«</p>
<p>Eine Lerngruppe trifft sich in einem GrundschulgebÃ¤ude der Ortschaft Candelaria im Hochland Guatemalas. Die junge SekretÃ¤rin Claudia Boch aus Deutschland ist eine der Freiwilligen, die ihre Zeit opfern, um fÃ¼r eine Lerngruppe zur VerfÃ¼gung zu stehen: Â»Die meisten Frauen in meiner Klasse hatten frÃ¼her nicht die MÃ¶glichkeit, eine Schule zu besuchen. Oder sie Â­haben nur das erste Schuljahr abgeschlossen und mussten dann Geld verdienen.Â«</p>
<p>Ein kleiner Ball fliegt durch das Klassenzimmer. Die Frauen werfen ihn einander zu, solange Claudia Boch mit einem Stab auf einen Pult schlÃ¤gt. Wer den Ball in dem Moment in der Hand hÃ¤lt, in dem die Lehrerin mit dem Schlagen aufhÃ¶rt, muss nach vorne treten und an der Tafel Laute Â­lesen. In dem Klassenraum sitzen Â­ausschlieÃŸlich Frauen, obwohl MÃ¤nner auch zugelassen sind. Aber die meisten MÃ¤nner hatten wÃ¤hrend ihrer Jugend mehr Gelegenheit, zur Schule zu gehen. Noch heute gibt es in Guatemala viele Eltern, die ihre SÃ¶hne zur Schule schicken, ihre TÃ¶chter aber nicht. Maria Tacatic Toj ist Mutter von zehn Kindern. Sie ist vor Kurzem 43 Jahre alt geworden. Aber erst jetzt hat sie begonnen, lesen und schreiben zu lernen: Â»FrÃ¼her hat man uns immer gesagt, die Schule sei nur fÃ¼r die Jungen. Die MÃ¤dchen brÃ¤uchten das nicht. Deshalb habe ich nichts gelernt. Ich weiÃŸ nichts. Ich kann nicht einmal eine Zahl schreiben.Â«</p>
<h3>Motivation: Â»Ich mÃ¶chte meinem Land dienenÂ«</h3>
<p>Auch der deutsche Gesamtschullehrer Wolfgang Hacke unterstÃ¼tzt die Alphabetisierungskampagnen. FrÃ¼her hat er Religion und Deutsch unterrichtet. Seit seiner Pensionierung koordiniert er das Bildungsprogramm von IGER im Nordosten von Guatemala: Â»Ich habe meine SchÃ¼ler gefragt: â€ºWarum geht ihr Ã¼berhaupt zur Schule?â€¹ In Deutschland haben sie mir geantwortet: â€ºWeil ich anstÃ¤ndig Geld verdienen will.â€¹ Die Antworten hier sind anders: â€ºIch mÃ¶chte meinem Land dienen und der Gemeinde, in der ich geboren bin, meine Kenntnisse zur VerfÃ¼gung stellen.â€¹Â«</p>
<p>Eine solche auf die Gemeinschaft bezogene Motivation findet sich in Guatemala nicht nur unter den jungen SchÃ¼lern und SchÃ¼lerinnen, sondern vor allem auch unter denen, die erst im Erwachsenenalter Lesen und Schreiben lernen. Die 47-jÃ¤hrige Rosalinda Xocojay mÃ¼ht sich noch mit dem ABC ab. Doch: Â»Wenn ich einmal gut lesen kann, werde ich es anderen Leuten beibringen, damit sie auch lesen lernen.Â«</p>
<p><em>Andreas Boueke</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/09/03/fortschritt-mit-buchstaben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Siegel als Beruhigungspille</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/08/27/siegel-als-beruhigungspille/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/08/27/siegel-als-beruhigungspille/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 09:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gemeinsame Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Eine-Welt-Laden]]></category>
		<category><![CDATA[Fairer Handel]]></category>
		<category><![CDATA[GlaubwÃ¼rdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=2070</guid>
		<description><![CDATA[Fairer Handel: Das Nischendasein hat er lÃ¤ngst verlassen â€“ doch nicht alles was glÃ¤nzt ist auch pures Gold

Fair und Bio ist in Deutschland zur Massenerscheinung geworden. In den WeltlÃ¤den ist man darÃ¼ber nicht nur Â­erfreut. Denn die Standards sinken.
Fairer Handel bewegt sich auf Â­Erfolgskurs. Vergangenes Jahr haben die BundesbÃ¼rger fÃ¼r fair gehandelte Produkte rund 322Â MillionenÂ Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>Fairer Handel:</strong> Das Nischendasein hat er lÃ¤ngst verlassen â€“ doch nicht alles was glÃ¤nzt ist auch pures Gold</h5>
<p><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/08/RS4_FT_produkte_045_-scr.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2094" title="Foto: transfair.org" src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/08/RS4_FT_produkte_045_-scr.jpg" alt="Foto: transfair.org" width="590" height="290" /></a></p>
<p><strong>Fair und Bio ist in Deutschland zur Massenerscheinung geworden. In den WeltlÃ¤den ist man darÃ¼ber nicht nur Â­erfreut. Denn die Standards sinken.</strong></p>
<p><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/08/ausgaben_fair-gehandelt.gif"><img class="alignright size-full wp-image-2086" title="ausgaben_fair-gehandelt" src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/08/ausgaben_fair-gehandelt.gif" alt="ausgaben_fair-gehandelt" width="345" height="218" /></a>Fairer Handel bewegt sich auf Â­Erfolgskurs. Vergangenes Jahr haben die BundesbÃ¼rger fÃ¼r fair gehandelte Produkte rund 322Â MillionenÂ Euro ausgegeben, ermittelte das Forum Fairer Handel. So viel wie nie zuvor. In den vergangenen fÃ¼nf Jahren ist diese Summe rasant Â­gestiegenÂ â€“ auf mehr als das Dreifache.</p>
<p>Solvejg Spirling im <a href="http://www.einewelt-jena.de/149.html" target="_blank">Eine-Welt-Laden in Jena</a> spÃ¼rt den AufwÃ¤rtstrend. Â»Trotz der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzkrise haben wir keinen Einbruch gehabtÂ«, sagt sie. Â»Die Leute geben fÃ¼r fair gehandelte Produkte immer mehr Geld aus.Â« Â­AuÃŸer ihren treuesten Kunden â€“ den Rentnern â€“ kÃ¤men hÃ¤ufiger als bisher KÃ¤ufer aus der Mittelschicht, die sehr anspruchsvoll seien und viel Wert auf QualitÃ¤t legten. Â»Es sind diejenigen, die bewusster einkaufen gehenÂ«, meint Solvejg Spirling. AuffÃ¤llig sei: Â»Sie sind genauer informiert, fragen intensiver und gezielter. Da muss ich als VerkÃ¤uferin mich viel detaillierter als noch vor Jahren bei Kaffee, Tee und Schokolade auskennen.Â«</p>
<h4>Immer mehr Siegel, doch die Standards sinken</h4>
<p>Ein Sprecher des <a href="http://www.forum-fairer-handel.de/" target="_blank">Forums Fairer Handel</a> fÃ¼hrt diesen Positivtrend auf die hohe GlaubwÃ¼rdigkeit des fairen Handels zurÃ¼ck. Darauf deuteten auch jÃ¼ngste Befragungen von Konsumenten hin. FÃ¼r zwei Drittel von ihnen sei die Â»richtige Verwendung des GeldesÂ« ein sehr wichtiger Grund, sich fÃ¼r fair gehandelte Produkte zu entscheiden. Ebenso wichtig wie der Ausschluss ausbeuterischer Kinderarbeit bei der Produktion.</p>
<p>Â»Mit den Begriffen Fair und Bio kann heute fast jeder etwas anfangenÂ«, sagt Claudia Greifenhahn, GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerin des <a href="http://www.ladencafe.de/" target="_blank">LadencafÃ©sÂ Â»ahaÂ«</a>, zu dem drei WeltlÃ¤den in Dresden Â­gehÃ¶ren. In dieser Hinsicht hÃ¤tten die Kampagnen und die jahrelange Arbeit viel bewirkt. Im Osten Deutschlands seit 1990, im Westen etwas lÃ¤nger. Dort waren die ersten WeltlÃ¤den vor 40 Jahren gegrÃ¼ndet worden â€“ aus dem Â»Dritte-Welt-HandelÂ« heraus, Â­einer Aktion der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend und des Bundes der Deutschen Katholischen JugendÂ (BDKJ).</p>
<p>Und doch: So recht freuen, dass Fair und Bio aus dem Nischendasein heraus und zur Massenerscheinung geworden sind, kann sich Claudia Greifenhahn nicht. Am wenigsten Ã¼ber die Siegel. Die seien ursprÃ¼nglich entwickelt worden, um den KÃ¤ufern schnell und unkompliziert faire und Ã¶kologische Produktionsbedingungen anzuzeigen. Doch dann passierte das, was Claudia Greifenhahn am Beispiel von Textilien erklÃ¤rt: FÃ¼r Naturtextilien gab es erst ein Siegel des <a href="http://www.naturtextil.com/" target="_blank">Internationalen Verbandes der TextilwirtschaftÂ (IVN)</a>, in den Abstufungen Â»betterÂ« und Â»bestÂ«. Â»Die Â­Anforderungen waren sehr streng.Â« Dann stieg die Nachfrage. Â»Um der Â­gerecht zu werden, wurde GOTS eingefÃ¼hrt, <em>GlobalÂ OrganicÂ TextileÂ Standards</em>, ein neues Ã–ko-Siegel, allerdings mit lascheren Kriterien. Die haben grÃ¶ÃŸere Kompromisse gemacht.Â«</p>
<p>Was aber der KÃ¤ufer in der Regel nicht wisse. Â»Der greift zu diesen Â­Produkten im sicheren GefÃ¼hl, etwas Gutes zu tun. Das Siegel zeigt ihm ja, dass er nicht mehr nachfragen muss.Â« Derweil schmÃ¼ckten immer mehr Â­Firmen ihre Produkte mit solchen Â­SiegelnÂ â€“ Firmen, denen am positiven Werbeeffekt zur Umsatzsteigerung mehr gelegen sei als am Schutz der Umwelt.</p>
<p>Auch <a href="http://www.bdkj.de/" target="_blank">BDKJ</a>-Bundesvorsitzender Dirk TÃ¤nzler fordert, sicherzustellen, dass Konzerne das <a href="http://www.transfair.org/" target="_blank">Fair-Trade-Siegel</a> nicht als Â»Feigenblatt fÃ¼r menschenverachtende Unternehmenspolitik missbrauchenÂ«.</p>
<h4>Auch regionale Produkte sind Â»Ã¶koÂ« und Â»fairÂ«</h4>
<p>Claudia Greifenhahn sieht dafÃ¼r wenig Chancen. Sie ist der Ansicht: Â»Den KÃ¤ufern werden damit nur die Augen verkleistert. Diese Siegel sind der Â­falsche Weg.Â« Als Beruhigungspille kÃ¶nnten sie die AufklÃ¤rung im Weltladen jedenfalls nicht ersetzen. FÃ¼r die Dresdner GeschÃ¤fte haben sie und ihre Mitarbeiter eine eigene Kennzeichnung entwickelt: ein Schild in Rot steht fÃ¼r Â»fairÂ«, gelb fÃ¼r Â»Ã¶kologisch und fairÂ«, grÃ¼n fÃ¼r Â»Ã–ko-StandardÂ« und blau fÃ¼r Â»konventionellÂ«.</p>
<p>Zudem setzen sie nicht mehr nur auf Waren aus EntwicklungslÃ¤ndern und auf neues Denken bei den Bewertungskriterien. Â»Wir haben Produkte kleiner Firmen im Erzgebirge im Angebot, die etwa Schmuck aus Recyclingmaterial oder Leinenkleider herstellen und dafÃ¼r arbeitslose NÃ¤herinnen beschÃ¤ftigen. Die haben kein Siegel. Wir aber bewerten dieses in der Region Produzierte als Ã¶ko und fair. Auch, weil wir uns mit eigenen Augen davon Ã¼berzeugen kÃ¶nnen.Â«</p>
<p><em>Tomas GÃ¤rtner</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/08/27/siegel-als-beruhigungspille/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Googles Blick in Nachbars Garten</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/08/20/googles-blick-in-nachbars-garten/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/08/20/googles-blick-in-nachbars-garten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 20:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gemeinsame Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[PrivatsphÃ¤re]]></category>
		<category><![CDATA[Street View]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=1988</guid>
		<description><![CDATA[WÃ¤hrend das Online-Kartendienst Street View in Deutschland umstritten ist, sind die Google-Autos mit Kamera in Europa auf Registriertour unterwegs.
Von Tanja Tricarico
Ein schrilles Piepsen reicht aus und der Fahrgast ist registriert. Name, Alter, Adresse, Reiseziel. 460000 Mal am Tag erfasst das BrÃ¼sseler Verkehrsunternehmen STIB die Reiserouten seiner FahrgÃ¤ste. Die Chips auf der Monatskarte funktionieren per Funk, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WÃ¤hrend das Online-Kartendienst Street View in Deutschland umstritten ist, sind die Google-Autos mit Kamera in Europa auf Registriertour unterwegs.</strong></p>
<p><em>Von Tanja Tricarico</em></p>
<p>Ein schrilles Piepsen reicht aus und der Fahrgast ist registriert. Name, Alter, Adresse, Reiseziel. 460000 Mal am Tag erfasst das BrÃ¼sseler Verkehrsunternehmen <a href="http://www.stib.be/index.htm?l=en" target="_blank">STIB</a> die Reiserouten seiner FahrgÃ¤ste. Die <a href="http://www.foebud.org/rfid/was-ist-rfid/" target="_blank">Chips</a> auf der Monatskarte funktionieren per Funk, der Inhaber kann jederzeit geortet werden. Und gesichtet. Seitdem die belgische Regierung im November 2009 ein verschÃ¤rftes Gesetz zur VideoÃ¼berwachung verabschiedet hat, hat STIB die Zahl der Â­Kameras deutlich erhÃ¶ht.</p>
<div id="attachment_1991" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><img class="size-full wp-image-1991" title="auto" src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/08/auto.jpg" alt="Fahrzeuge fÃ¼r Google Street View mit Spezialkamera stehen in Bereitschaft auf einem Parkplatz in Wien, Ã–sterreich. (Foto: epd-bild)" width="350" height="233" /><p class="wp-caption-text">Fahrzeuge fÃ¼r Google Street View mit Spezialkamera stehen in Bereitschaft auf einem Parkplatz in Wien, Ã–sterreich. (Foto: epd-bild)</p></div>
<p>Wer AnonymitÃ¤t sucht, ist in BrÃ¼ssel fehl am Platz. Was fÃ¼r die Pendler in Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln gilt, findet lÃ¤ngst auch am Grande Place, in den KÃ¶nigsgÃ¤rten oder am Atomium statt. FÃ¼r den Online-Kartendienst <a href="http://www.google.de/help/maps/streetview/where-is-street-view.html" target="_blank">Street View</a> macht Google seit 2009 Fotoaufnahmen von SehenswÃ¼rdigkeiten, von Restaurants, von GeschÃ¤ften oder Parks und schickt sie durchs digitale Netz. Zu sehen sind auch Â­SpaziergÃ¤nger oder EU-Beamte in der Mittagspause.</p>
<p>Der unabhÃ¤ngige <a href="http://www.privacycommission.be/de/" target="_blank">Ausschuss fÃ¼r den Schutz des Privatlebens (ASP)</a> ist eine der wenigen belgischen InitiaÂ­tiven, die den laxen Umgang mit der PrivatsphÃ¤re anprangern. Â»Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht unsere personenbezogenen Daten offenlegen oder sie geprÃ¼ft, ausgewÃ¤hlt und gespeichert werdenÂ«, sagt der PrÃ¤sident des Ausschusses, Willem Debeuckelaere. Der Ausschuss beobachtet genau, was auf den dreidimensionalen StadtplÃ¤nen von BrÃ¼ssel, Antwerpen oder LÃ¼ttich zu sehen ist und wie weit Google den Blick in die belgischen Wohnzimmer der Welt preisgibt.</p>
<p>Paris gehÃ¶rte zu den ersten europÃ¤ischen HauptstÃ¤dten, in denen die dunklen Google-Autos mit Kamera auf dem Dach unterwegs waren. In einem Pilotprojekt wurden 2008 Bilder vom <a href="http://maps.google.de/maps?hl=de&amp;q=Eiffelturm&amp;ie=UTF8&amp;hq=Eiffelturm&amp;hnear=&amp;radius=15000&amp;ll=48.845344,2.301464&amp;spn=0.038071,0.064287&amp;z=14&amp;layer=c&amp;cbll=48.858966,2.293156&amp;panoid=ZkDwCf-kQT-z-Q7AUDkU4Q&amp;cbp=12,134.22,,0,-33.21" target="_blank">Eiffelturm</a> und <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Champs-Elys%C3%A9es&amp;sll=48.858966,2.293156&amp;sspn=0.038286,0.064287&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Champs-Elys%C3%A9es&amp;ll=48.867086,2.316227&amp;spn=0.019733,0.032144&amp;z=15&amp;layer=c&amp;cbll=48.867651,2.316055&amp;cbp=12,0.48,,0,1.32&amp;photoid=po-5806141">Champs-ElysÃ©es</a> geschossen und ins Netz gestellt. <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=rom&amp;sll=48.867651,2.316055&amp;sspn=0.019846,0.032144&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Rom,+Latium,+Italien&amp;ll=41.897166,12.481842&amp;spn=0.714512,1.028595&amp;z=10&amp;layer=c&amp;cbll=41.889044,12.493162&amp;panoid=BtHr3XX4NkkEQKNHjn2muA&amp;cbp=12,341.44,,0,12.09" target="_blank">Rom</a> und <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=london&amp;sll=41.889052,12.493172&amp;sspn=0.044919,0.064287&amp;g=rom&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=London,+Vereinigtes+K%C3%B6nigreich&amp;ll=51.4995,-0.115614&amp;spn=0.037349,0.064287&amp;z=14&amp;layer=c&amp;cbll=51.50084,-0.122644&amp;panoid=2DvLwRQqNhri2ozps_c-eQ&amp;cbp=12,235.1,,0,1.52" target="_blank">London</a> folgten kurz darauf.</p>
<p>Auch Spanien, die Niederlande, Italien, Ungarn oder Portugal haben kein Problem mit Googles Blick in Nachbars Garten. Â»Wer nichts zu Â­verbergen hat, muss auch nichts fÃ¼rchtenÂ«, heiÃŸt es aus dem BÃ¼ro des spanischen Datenschutzbeauftragten. Â»Wer sich Ã¼ber Webcams der ganzen Welt zeigt und auf Facebook seinen GemÃ¼tszustand verÃ¶ffentlicht, sollte keine Angst vor Street View habenÂ«, teilt das franzÃ¶sische BÃ¼ro mit.<br />
Doch von Einigkeit unter den europÃ¤ischen DatenschÃ¼tzern kann keine Rede sein. Nur zwÃ¶lf von 27 EU-LÃ¤ndern haben Googles Kartendienst Â­erlaubt. Den grÃ¶ÃŸten Widerstand gibt es in Ã–sterreich, Griechenland und Deutschland.</p>
<p>Ob Street View zugelassen wird, bleibt jedem Staat selbst Ã¼berlassen. Doch die Weitergabe der Bilder oder deren VerknÃ¼pfung mit persÃ¶nlichen Angaben betrifft den Datenschutz und damit EU-Recht.</p>
<p>Problematisch wird es vor allem, wenn einzelne Menschen zu erkennen sind. Â»Wir haben hohe Anforderungen an den DatenschutzÂ«, sagt EU-Justizkommissarin <a href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_de.htm" target="_blank">Viviane Reding</a>. Â»Ich erwarte, dass Google sich an die Spielregeln hÃ¤lt.Â«</p>
<p>Googles Fotodienst ist nur ein Beispiel fÃ¼r Europas Weg zum glÃ¤sernen Kontinent. Der Datenschutzexperte und GrÃ¼nen-Abgeordnete im EuropÃ¤ischen Parlament, <a href="http://www.janalbrecht.eu/" target="_blank">Jan Philipp Albrecht</a>, hat keinen Zweifel daran, dass die Weitergabe von Daten EU-weit Â­erleichtert wird. Â»Der Kampf gegen Terroristen, gegen Verbrechen und FlÃ¼chtlingsstrÃ¶me gehÃ¶rt zu den dringendsten Angelegenheiten im EU-Kommissariat fÃ¼r Justiz und InneresÂ«, sagt Albrecht. FingerabdrÃ¼cke, Reiseprofile oder persÃ¶nliche Daten von Schwerverbrechern oder Asylbewerbern sind bereits europaweit zugÃ¤nglich.</p>
<p>Â»Der Datenschutz bleibt auf der StreckeÂ«, sagt GrÃ¼nen-Parlamentarier Albrecht. Die aktuelle EU-Richtlinie zum Datenschutz stammt aus dem Jahre 1995. Das Ringen um eine neue gemeinsame Vorgabe wird fÃ¼r die Staaten zur ZerreiÃŸprobe. Im Herbst will das EU-Parlament die Verhandlungen wieder aufnehmen. Â»Der Schutz des Privatlebens und die Â­grÃ¶ÃŸtmÃ¶gliche Sicherheit fÃ¼r die BevÃ¶lkerung sind kein WiderspruchÂ«, sagt der oberste Datenschutzbeauftragte der EU, <a href="http://www.edps.europa.eu:80/EDPSWEB/edps/EDPS?lang=de" target="_blank">Peter Hustinx</a>. Â»Beides ist vereinbar.Â«</p>
<p>Bis ein Kompromiss gefunden wird, sammelt die STIB in BrÃ¼ssel weiterhin Routen und Fahrzeiten ihrer FahrgÃ¤ste. Die BevÃ¶lkerung nimmt es gelassen. Die <a href="http://www.liguedh.be/" target="_blank">Belgische Liga fÃ¼r Menschenrechte</a> hat die Funk-Monatskarte der STIB fÃ¼r den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_Orwell" target="_blank">Orwell</a> Award nominiert und sie damit Â»zum Besten vom Schlimmsten im Bereich der neuen TechnologienÂ« gekÃ¼rt. <em> (epd)</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/08/20/googles-blick-in-nachbars-garten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Â»I like Germany â€“ es ist gut hier zu seinÂ«</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/08/15/%c2%bbi-like-germany-%e2%80%93-es-ist-gut-hier-zu-sein%c2%ab/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/08/15/%c2%bbi-like-germany-%e2%80%93-es-ist-gut-hier-zu-sein%c2%ab/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 17:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gemeinsame Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Giegere Wenge]]></category>
		<category><![CDATA[Lutherisches Missionswerk]]></category>
		<category><![CDATA[Papua-Neuguinea]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=1961</guid>
		<description><![CDATA[»I  like Germany â€“ es ist gut hier zu seinÂ«, sagt Giegere Wenge. Der neue Bischof von Papua-Neuguinea ist zum Antrittsbesuch nach Leipzig zum Lutherischen Missionswerk gekommen â€“ am 7. MÃ¤rz hatte ihn die Â­Synode seiner Landeskirche zum Bischof gewÃ¤hlt. Und er ist beeindruckt davon, dass er vieles, was er Ã¼ber die Geschichte Deutschlands [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1962" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/08/wenge.jpg" alt="Bischof  Giegere Wenge aus Papua- Neuguinea liegt die Â­Ausbildung  der Jugend sehr am Herzen. (Foto: Armin KÃ¼hne)" title="wenge" width="300" height="244" class="size-full wp-image-1962" /><p class="wp-caption-text">Bischof  Giegere Wenge aus Papua- Neuguinea liegt die Â­Ausbildung  der Jugend sehr am Herzen. (Foto: Armin KÃ¼hne)</p></div>Â»I  like Germany â€“ es ist gut hier zu seinÂ«, sagt Giegere Wenge. Der neue Bischof von Papua-Neuguinea ist zum Antrittsbesuch nach Leipzig zum <a href="http://www.lmw-mission.de">Lutherischen Missionswerk</a> gekommen â€“ am 7. MÃ¤rz hatte ihn die Â­Synode seiner Landeskirche zum Bischof gewÃ¤hlt. Und er ist beeindruckt davon, dass er vieles, was er Ã¼ber die Geschichte Deutschlands und die Reformation wusste, nun mit eigenen Augen sehen kann.</p>
<p>Neuguinea verstehe sich als christliches Land, erzÃ¤hlt er. Als es 1975 seine UnabhÃ¤ngigkeit erklÃ¤rte, wurde das in der Verfassung festgeschrieben. 1,3 Millionen der 6,5 Millionen Einwohner sind Lutheraner. Ende des 19. Jahrhunderts sind die ersten Missionare ins Land gekommen â€“ zunÃ¤chst aus dem bayerischen Neuendettelsau, spÃ¤ter aus Leipzig. Â»Sie Â­haben bis in die 1960er Jahre die pastorale Arbeit in unserer Kirche geleistetÂ«, so der Bischof. Erst danach habe die Kirche auch Einheimische ausgebildet. Heute tun 1000 Pfarrer in dem drittgrÃ¶ÃŸten Inselstaat der Welt Dienst.</p>
<p>Gut ausgebildete Mitarbeiter sind dem Bischof wichtig. Und dafÃ¼r zÃ¤hlt er auf die UnterstÃ¼tzung seiner Partner in Deutschland. Drei Deutsche sind zurzeit als Ausbilder und Lehrer in Papua-Neuguinea: die Pfarrer Rolf Strobelt und Uwe Hummel als Dozenten am Theologischen Seminar Ogelbeng in Mount Hagen und Robert Â­Vogel, um die Computer der Kirche zu betreuen und die Mitarbeiter dafÃ¼r zu schulen.</p>
<p>Ãœberhaupt ist die FÃ¼rsorge fÃ¼r seine Mitarbeiter ein groÃŸes Anliegen des Bischofs. Â»Sie bekommen wenig Geld und kÃ¶nnen sich deshalb nicht hundertprozentig ihren Aufgaben widmenÂ«, erzÃ¤hlt er. Denn die Pfarrer werden von ihren Gemeinden bezahlt und die haben selbst wenig. Dazu kommt, dass sich die Menschen in Â­Papua-Neuguinea von dem ernÃ¤hren, was auf dem eigenen Land wÃ¤chst. Â»Aber die Pfarrer werden ausgesendet und verlassen ihre Heimat.Â«</p>
<p>Dass seine Kirche wirtschaftlich auf eigenen FÃ¼ÃŸen stehen muss, ist dem Bischof bewusst. Hilfe von den deutschen Partnern erwartet er vor allem bei einzelnen Projekten wie der Aktion Â»Licht ins dunkle TalÂ«, bei der 3000 Solarlampen mit Hilfe von Spenden aus Deutschland in die entlegenen DÃ¶rfer des Hochlands gebracht und dort montiert wurden. Neuestes Projekt ist die Anschaffung von Musikinstrumenten fÃ¼r die Jugendarbeit. DafÃ¼r ist das Jugenddankopfer der Evangelischen Jugend Sachsens von 2009 bestimmt. Ãœberhaupt liegt die Jugendarbeit dem Bischof sehr am Herzen. Die Kirche lege sehr viel Wert darauf, dass Jugendliche nicht nur eine gute Ausbildung erhielten, sondern auch eine christliche Erziehung, sagt er. Dabei unterstÃ¼tze die Regierung die Schulen in kirchlicher TrÃ¤gerschaft.</p>
<p>Dass die Frauen in seinem Land noch unter strukturellen Ungerechtigkeiten leiden, ist dem Bischof besonders bewusst. Es sei eine sehr von MÃ¤nnern dominierte Gesellschaft. Â»Dass muss geÃ¤ndert werdenÂ«, so Â­Bischof Wenge. Immerhin kÃ¶nnten Frauen unterdessen auch eine theologische Ausbildung absolvieren. Ins Pfarramt ordiniert werden sie jedoch noch nicht. Â»Das muss Schritt fÃ¼r Schritt passieren.Â« ÃœberstÃ¼rztes Handeln nÃ¼tzte den Frauen nichts.<br />
<em><br />
Christine Reuther</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/08/15/%c2%bbi-like-germany-%e2%80%93-es-ist-gut-hier-zu-sein%c2%ab/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tiefe Wunden bis heute</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/29/tiefe-wunden-bis-heute/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/29/tiefe-wunden-bis-heute/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 19:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gemeinsame Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Josef Benesch]]></category>
		<category><![CDATA[Tschechien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=1917</guid>
		<description><![CDATA[Prag: Die Kommunisten setzten den tschechischen Kirchen hart zu â€“ doch es gibt wieder lebendige Gemeinden
Tschechien gilt heute als eines der atheistischsten LÃ¤nder Europas. Der protestantische Pfarrer Josef Benesch sieht das auch als eine Folge der Â­kommunistischen Diktatur.
Josef Benesch beschreibt tiefe Wunden. Â»75 Prozent der Prager sind heute atheistisch. Vielen fehlen grundsÃ¤tzliche Kenntnisse Ã¼ber den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1919" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/14-Bild-1.jpg"><img src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/14-Bild-1.jpg" alt="Josef Benesch von der evangelischen St.-Salvator-Gemeinde Prag am AltstÃ¤dter Ring berichtet gern Ã¼ber seine Â­Erfahrungen und Recherchen zur Kirchenpolitik der tschechischen Kommunisten. 	Fotos: Andreas Kirschke" title="Josef Benesch von der evangelischen St.-Salvator-Gemeinde Prag am AltstÃ¤dter Ring berichtet gern Ã¼ber seine Â­Erfahrungen und Recherchen zur Kirchenpolitik der tschechischen Kommunisten. 	Fotos: Andreas Kirschke" width="560" height="364" class="size-full wp-image-1919" /></a><p class="wp-caption-text">Josef Benesch von der evangelischen St.-Salvator-Gemeinde Prag am AltstÃ¤dter Ring berichtet gern Ã¼ber seine Â­Erfahrungen und Recherchen zur Kirchenpolitik der tschechischen Kommunisten. 	Fotos: Andreas Kirschke</p></div><br />
<strong>Prag: Die Kommunisten setzten den tschechischen Kirchen hart zu â€“ doch es gibt wieder lebendige Gemeinden</strong></p>
<p>Tschechien gilt heute als eines der atheistischsten LÃ¤nder Europas. Der protestantische Pfarrer Josef Benesch sieht das auch als eine Folge der Â­kommunistischen Diktatur.</p>
<p>Josef Benesch beschreibt tiefe Wunden. Â»75 Prozent der Prager sind heute atheistisch. Vielen fehlen grundsÃ¤tzliche Kenntnisse Ã¼ber den GlaubenÂ«, erlÃ¤utert der Pfarrer der evangelischen St.-Salvator-Kirchengemeinde Prag die Folgen des Stalinismus. Die Teilnehmer der Bildungsreise Â»Tschechien. Geschichte, Politik und KulturÂ« â€“ organisiert von der SÃ¤chsischen Landeszentrale fÃ¼r politische Bildung und der deutsch-tschechischen BrÃ¼cke/Most-Stiftung â€“ hÃ¶ren hoch gespannt zu. Es geht um Â­Kirche im Stalinismus und um Kirche heute.<br />
<strong><br />
Druck und Repression besonders gegen Katholiken</strong><br />
Â»1949 lÃ¶ste die Staatsmacht in Tschechien sÃ¤mtliche KlÃ¶ster auf. Ihre rund 40000 Nonnen und MÃ¶nche wurden verhaftet. Oder sie mussten emigrieren. Auch 2000 katholische Priester kamen in HaftÂ«, schildert Josef Benesch. Bei seinen Recherchen in Bibliotheken stieÃŸ er auf einen Brief. Der stammte von einem Vertreter des Zentralkomitees der damaligen Kommunistischen Partei: Â»Wir mÃ¼ssen gleich die Hierarchie attackieren. Dann wird die Kirche von allein verschwindenÂ«, zitiert der Pfarrer sinngemÃ¤ÃŸ die Haltung der Partei- und Staatsmacht gegenÃ¼ber den Katholiken. Gegen die zahlenmÃ¤ÃŸig kleineren protestantischen Kirchen ging man anders vor. Die Pfarrer durften bleiben. Doch der Staat lieÃŸ sie streng Ã¼berwachen.</p>
<p>Und er Ã¼bte immer mehr Druck aus. Bald wurden alle kirchlichen Kinderferienlager verboten. Ab 1955 gab es im heutigen Tschechien auch keinen Religionsunterricht mehr. Angst, EinschÃ¼chterung und Unterwanderung war die Taktik der Staatsmacht. Vor allem aber wurden sÃ¤mtliche Kirchen sowie christlichen SpitÃ¤ler, Altenheime und Kinderheime enteignet. Â»Im Unterschied zu Ostdeutschland setzte man hier bei uns Enteignung und Verstaatlichung komplett durchÂ«, so der Pfarrer. Â»Unsere Kirche â€“ die Kirche des Heiligen Salvator â€“ wurde 1952 enteignet.Â«</p>
<p>UrsprÃ¼nglich war sie die erste Jesuitenkirche in Prag. Seit 1578 erfolgte ihr Bau, unterbrochen durch den DreiÃŸigjÃ¤hrigen Krieg. Nach AuflÃ¶sung des Jesuitenordens gehÃ¶rten die GebÃ¤ude der Kirche zur Karls-UniversitÃ¤t. In der St.-Salvator-Kirche predigten berÃ¼hmte PersÃ¶nlichkeiten wie der Philosoph und Mathematiker Bernhard Bolzano. 1990 kam es zur Wiederaufnahme der Studentenseelsorge. 2004 wurde hier die erste akademische Pfarrei der Tschechischen Republik unter Dr. TomaÅ¡ Halik errichtet. Heute ist Josef Benesch gemeinsam mit Svatopluk KarÃ¡sek Pfarrer in der Gemeinde.</p>
<p>Â»Wir mussten viel Druck ausÃ¼ben, um unsere Kirche zurÃ¼ckzuerhaltenÂ«, schildert er. In den 40 Jahren Stalinismus verlor die Gemeinde die HÃ¤lfte ihrer Mitglieder. Warum die Kommunisten gerade in Tschechien so radikal und unerbittlich gegen die Kirche vorgingen? Josef Benesch holt tiefer aus. Â»Es gab hohe Sympathie fÃ¼r die Sowjetunion. Viele KÃ¼nstler, Wissenschaftler, Ã„rzte, Schriftsteller waren Mitglied der ParteiÂ«, erzÃ¤hlt er. Viele â€“ zu viele â€“ haben geschwiegen. Und ein totalitÃ¤res Regime, das keinen Widerstand kennt, kann alles verwirklichen.Â«<br />
<strong><br />
Bis heute wird den Kirchen ihr VermÃ¶gen vorenthalten</strong><br />
Heute gehÃ¶ren 700 Christen und Sympathisanten zur Gemeinde. Jeden Sonntag fÃ¼llt sich die Kirche. Mindestens 200 kommen dann zum Gottesdienst. Â»Die Gemeinde hat wieder ein sehr lebendiges GlaubenslebenÂ«, betont Josef Benesch, seit 2006 Pfarrer in der St.-Salvator-Gemeinde. Â»Es kommen viele junge Familien, Jugendliche und auch Senioren. Das ist ein gutes Zeichen.Â« Die St.-Salvator-Gemeinde gehÃ¶rt zur Gemeinschaft der Evangelischen Kirche der BÃ¶hmischen BrÃ¼der (EKBB). Â»Wir fÃ¼hlen uns als kontinuierliche Nachfolger der hussitischen Bewegung und der bÃ¶hmischen BrÃ¼der aus dem 14. JahrhundertÂ«, betont Josef Benesch.</p>
<p>Viele andere Prager Kirchengemeinden haben noch offene Forderungen aus der Zeit der Enteignungen. Â»Die katholische Kirche schlÃ¤gt vor, dass der Staat 50 bis 60 Jahre fÃ¼r katholische und evangelische Priester das monatliche Gehalt bezahlt und dass dann die endgÃ¼ltige Trennung von Staat und Kirche erfolgtÂ«, so Josef Benesch. Â»Doch bisher gibt es darÃ¼ber keine Einigung.Â« Der Pfarrer hÃ¤lt das fÃ¼r eine VerzÃ¶gerungstaktik der Regierenden. Er selbst erhÃ¤lt sein Gehalt nach wie vor vom Staat. Â»Das ist nicht sehr vielÂ«, lacht er. Â»Pfarrer sein heute â€“ das ist ein Martyrium. Die Finanzierung gelingt nur aus mehreren Quellen.Â«</p>
<p>Die Gemeinde hat auch mit Deutschland Verbindungen. Einige Gemeindeglieder wanderten im Zuge der Reformation nach Dresden aus. Dort wurden sie spÃ¤ter heimisch in der evangelisch-lutherischen Johanneskirchengemeinde in Dresden-Johannstadt-Striesen. Â»Bis 1930 hatten die Zugewanderten sogar das Recht auf einen eigenen tschechischen PfarrerÂ«, so Josef Benesch. Heute sind beide Gemeinden â€“ St.-Salvator- und Johanneskirche â€“ Partnergemeinden.</p>
<p><em>Von Andreas Kirschke</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/29/tiefe-wunden-bis-heute/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Â»wÃ¼rdevoller TodÂ«  oder hÃ¤ssliche TierquÃ¤lerei?</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/23/ein-%c2%bbwurdevoller-tod%c2%ab-oder-hassliche-tierqualerei/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/23/ein-%c2%bbwurdevoller-tod%c2%ab-oder-hassliche-tierqualerei/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 15:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gemeinsame Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Madrid]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Stierkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=1894</guid>
		<description><![CDATA[Spanien: Die Stierkampfsaison hat begonnen â€“ und mit ihr lebt die Diskussion Ã¼ber das Ritual erneut auf.
Er hat eine jahrhundertelange Tradition â€“ und er ist wie kaum ein anderes Ritual ein Dorn im Auge von TierschÃ¼tzern: der Stierkampf im SÃ¼den Europas.
Es ist ein Bild wie aus dem Paradies. Sechs Stiere liegen im Schatten unter einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1895" class="wp-caption alignleft" style="width: 570px"><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/Stierkampf.jpg"><img src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/Stierkampf.jpg" alt="Als nationales Kulturgut verteidigt, als TierquÃ¤lerei verpÃ¶nt entzweit er die GemÃ¼ter: Stierkampf in der Plaza de Toros, der Stierkampfarena. 	Foto: epd-bild" title="Stierkampf" width="560" height="371" class="size-full wp-image-1895" /></a><p class="wp-caption-text">Als nationales Kulturgut verteidigt, als TierquÃ¤lerei verpÃ¶nt entzweit er die GemÃ¼ter: Stierkampf in der Plaza de Toros, der Stierkampfarena. 	Foto: epd-bild</p></div><br />
<strong>Spanien: Die Stierkampfsaison hat begonnen â€“ und mit ihr lebt die Diskussion Ã¼ber das Ritual erneut auf.</strong></p>
<p><em>Er hat eine jahrhundertelange Tradition â€“ und er ist wie kaum ein anderes Ritual ein Dorn im Auge von TierschÃ¼tzern: der Stierkampf im SÃ¼den Europas.</em></p>
<p>Es ist ein Bild wie aus dem Paradies. Sechs Stiere liegen im Schatten unter einer alten Steineiche. Das Gras auf den Weiden ringsum steht hoch, im Winter hat es viel geschneit, und aus der Sierra de Guardarama vor Madrid flieÃŸt viel Wasser herunter. Â»So gut wie diesen Kampfstieren geht es keinem MasttierÂ«, sagt Manuel Sanz Ã¼berzeugt. Er zÃ¼chtet in Colmenar Viejo bei Madrid Kampfstiere und hat kein VerstÃ¤ndnis fÃ¼r die Gegner des Stierkampfs, die in diesem FrÃ¼hjahr erneut eine Debatte Ã¼ber das blutige Ritual in Gang gesetzt haben. In der Region Katalonien diskutiert das Parlament schon seit Langem Ã¼ber ein Verbot.</p>
<p>Der Tag hat fÃ¼r Manuel Sanz frÃ¼h begonnen. Zwei Jungstiere sind mit den HÃ¶rnern aufeinander los, haben dabei eine Mauer durchbrochen, die die Weide begrenzt. Mit einem GelÃ¤ndewagen und laut hupend und rufend hat er sie schlieÃŸlich wieder zu den anderen Tieren zurÃ¼ckgetrieben. Â»Zum GlÃ¼ck passiert das nicht stÃ¤ndigÂ«, sagt er und wischt sich den SchweiÃŸ von der Stirn.</p>
<p><strong>Â»Im Schlachthof wÃ¼rden sie viel mehr leidenÂ«</strong><br />
Auf der 400 Hektar groÃŸen Finca leben seine knapp 40 Stiere, nach JahrgÃ¤ngen getrennt. Manuel Sanz fÃ¼llt die Futterstellen auf, jeder Stier hat einen eigenen Trog. Â»Gerste, Mais, Hafer, Bohnen, Soja und ein VitaminzusatzÂ«, erklÃ¤rt der ZÃ¼chter. WÃ¤hrenddessen spricht er mit den Tieren, mal langsam und leise, dann ruft er wieder laut.</p>
<p>Fremden gegenÃ¼ber sind die Tiere misstrauisch. Â»Die machen nichtsÂ«, versichert Sanz selbst, als die rund 400 Kilo schweren Tiere den Kopf Â­senken und ihre HÃ¶rner zeigen. Â»Nur in der Arena greifen sie an, sie verteidigen sich ja, es geht um ihr Leben. Ein solcher Tod nach 20, 25 Minuten ist wÃ¼rdevollÂ«, ist der ZÃ¼chter Ã¼berzeugt. Â»Im Schlachthof hÃ¤tten sie diese MÃ¶glichkeit nicht. Darum sage ich ja, dass sie dort mehr leiden.Â« Aber den Kritikern kÃ¶nne man das nicht Â­erklÃ¤ren.</p>
<p>Manuel Sanz meint die Stierkampfgegner, die immer heftiger gegen die Â»fiesta nacionalÂ« protestieren. Im nordostspanischen Katalonien streiten die Parlamentarier seit Monaten Ã¼ber ein Verbot, bald soll die Entscheidung fallen. Die AnhÃ¶rung im Parlament war der Spiegel eines sich schon seit Jahren wiederholenden Rituals, bei dem die Argumente lÃ¤ngst ausgetauscht sind. Ein echter Dialog scheint kaum mÃ¶glich: FÃ¼r die einen ist Stierkampf eine TierquÃ¤lerei, fÃ¼r die anderen Hochkultur und ein Zeichen spanischer IdentitÃ¤t. Die Frage, ob das ritualisierte TÃ¶ten in der Arena ethisch zu rechtfertigen ist, hat die Fronten lÃ¤ngst verhÃ¤rtet.</p>
<p><strong>Gegner sprechen von Â»Schule der BrutalitÃ¤tÂ«</strong><br />
Â»So eine Schule der BrutalitÃ¤t darf niemals zum Kulturgut erklÃ¤rt werdenÂ«, verlangten jÃ¼ngst Teilnehmer einer Demonstration in der Madrider Innenstadt. Sie kritisierten die PlÃ¤ne Â­einiger spanischer Regionalregierungen, den Stierkampf als Kulturgut zu schÃ¼tzen und forderten, das VerhÃ¤ltnis zwischen Mensch und Tier grundsÃ¤tzlich zu Ã¼berprÃ¼fen.</p>
<p>Dabei gÃ¤be es durchaus Ansatzpunkte fÃ¼r einen Dialog. Kaum etwas verachten etwa die AnhÃ¤nger des Stierkampfs mehr, als Ã¤ngstliche Toreros, deren zaghaftes Verhalten das Leiden des Stiers unnÃ¶tig verlÃ¤ngert. So steht der Torero beim TÃ¶ten des Tiers unmittelbar vor ihm, um ihm den Degen durch die SchulterblÃ¤tter bis ins Herz zu stechen, wÃ¤hrend der Stier auf ihn zulÃ¤uft. Dreht sich der Torero zu frÃ¼h weg, trifft er die fragliche Stelle nicht. Â»Das ist TierquÃ¤lereiÂ«, schrieb darum auch einmal Â»El PaÃ­sÂ« in einer Stierkampfkritik Ã¼ber einen Kampf, bei dem der Torero immer wieder vergeblich zum TÃ¶ten ansetzte.</p>
<p>Aber auch Manuel Sanz ist von der Haltung der Tier- und UmweltschÃ¼tzer nicht so weit entfernt, wenn er Ã¼ber Landschaftsschutz und ausufernde BebauungsplÃ¤ne spricht. FrÃ¼her hÃ¤tten die ZÃ¼chter von Colmenar Viejo die Stiere aus der Madrider Sierra bis nach Madrid zu FuÃŸ getrieben, erzÃ¤hlt er. DafÃ¼r benutzten sie die Â»CaÃ±adas RealesÂ«, kÃ¶nigliche Viehwege, die KÃ¶nig Alfons der Weise schon im 13. Jahrhundert unter Schutz gestellt hatte. Doch inzwischen werden diese traditionellen Wege immer mehr verbaut, verlaufen durch geschlossene Ortschaften. Â»Mit Kampfstieren kann man da nicht mehr durchÂ«, sagt der ZÃ¼chter.</p>
<p>Der Widerspruch zwischen der FÃ¼rsorge fÃ¼r die Tiere und dem Kampf in der Arena lÃ¶st sich fÃ¼r AuÃŸenÂ­stehende schwer auf. Vier Jahre zieht Manuel Sanz die Kampfstiere auf, sorgt sich darum, dass es ihnen gut geht, spricht mit ihnen. Aber wenn in der Arena ihr Blut flieÃŸt, sieht er Â­keinen Grund fÃ¼r Mitleid. Â»Wenn sie in den Schlachthof kÃ¤men, das wÃ¼rde mich sehr schmerzenÂ«, sagt er, und Â­erklÃ¤rt: Â»Diese Tiere sind nicht dafÃ¼r da, im Schlachthof zu sterben. Sie sind dafÃ¼r gemacht, in der Arena zu sterben.Â« 	(epd)<br />
<em><br />
Hans-GÃ¼nter Kellner</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/23/ein-%c2%bbwurdevoller-tod%c2%ab-oder-hassliche-tierqualerei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Â»Apokalyptische ZerstÃ¶rungÂ« von GotteshÃ¤usern</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/16/%c2%bbapokalyptische-zerstorung%c2%ab-von-gotteshausern/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/16/%c2%bbapokalyptische-zerstorung%c2%ab-von-gotteshausern/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 21:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[KirchenzerstÃ¶rung]]></category>
		<category><![CDATA[Zypern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=1877</guid>
		<description><![CDATA[Die orthodoxe Kirche von Zypern ist in groÃŸer Sorge Ã¼ber die AuslÃ¶schung ihres christlichen Kulturerbes im Norden der geteilten Insel.
Von Giorgio Tzimurtas
Tiefe Risse schlÃ¤ngeln sich durch das Mauerwerk der Muttergottes-Kirche. Marode Balken stÃ¼tzen nur noch mÃ¼hevoll das Dach des Arkadengangs. Auf dem Hof des Gotteshauses liegen zerschlagene Marmorkreuze mit den Namen von Toten. Der beiÃŸende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1878" class="wp-caption alignnone" style="width: 583px"><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/Zypern-Ioannes-Eliades.jpg"><img class="size-large wp-image-1878" title="Zypern-Ioannes Eliades" src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/Zypern-Ioannes-Eliades-1024x685.jpg" alt="ZerstÃ¶rte Fresken, abgefrÃ¤ste EngelskÃ¶pfe: Ioannis Eliades, Direktor des Byzantinischen Museums von Nikosia, betrachtet fassungslos die ZerstÃ¶rungen in der Muttergottes-Kirche von TrachÃ³ni im Nordteil Zyperns.  Foto: Giorgio Tzimurtas" width="573" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">ZerstÃ¶rte Fresken, abgefrÃ¤ste EngelskÃ¶pfe: Ioannis Eliades, Direktor des Byzantinischen Museums von Nikosia, betrachtet fassungslos die ZerstÃ¶rungen in der Muttergottes-Kirche von TrachÃ³ni im Nordteil Zyperns.  Foto: Giorgio Tzimurtas</p></div><br />
<strong>Die orthodoxe Kirche von Zypern ist in groÃŸer Sorge Ã¼ber die AuslÃ¶schung ihres christlichen Kulturerbes im Norden der geteilten Insel.</strong></p>
<p>Von Giorgio Tzimurtas</p>
<p>Tiefe Risse schlÃ¤ngeln sich durch das Mauerwerk der Muttergottes-Kirche. Marode Balken stÃ¼tzen nur noch mÃ¼hevoll das Dach des Arkadengangs. Auf dem Hof des Gotteshauses liegen zerschlagene Marmorkreuze mit den Namen von Toten. Der beiÃŸende Geruch von Vogeldreck durchzieht das Innere. Vom Templon, der hÃ¶lzernen Wand zwischen Gemeinderaum und Allerheiligstem, ist nur noch ein GerÃ¼st Ã¼brig.</p>
<p>Der Zustand der Muttergottes-Kirche in TrachÃ³ni ist kein Einzelfall im tÃ¼rkisch besetzten Norden Zyperns. Rund 550 christliche GotteshÃ¤user sind nach ZÃ¤hlungen der orthodoxen Kirche hier seit der Invasion tÃ¼rkischer Truppen im Jahr 1974 zerstÃ¶rt, zweckentfremdet und systematisch geplÃ¼ndert worden.</p>
<p><strong>Kirchen wurden ViehstÃ¤lle, Diskotheken oder Ruinen</strong><br />
Â»Alles, was irgendwie zu verwerten war, wurde entwendet. Holz, Kabel, KerzenhalterÂ«, sagt Ioannis Eliades wÃ¤hrend er die Muttergottes-Kirche durchschreitet. Der Direktor des Byzantinischen Museums von Nikosia lehnt sich an das Rudiment des Templon und blickt entsetzt auf einen Engelskopf, dessen Gesicht abgefrÃ¤st wurde. Der 42-jÃ¤hrige Eliades gehÃ¶rt zu jenen 160000 griechischen Zypren, die von Ankaras Armee in den SÃ¼den vertrieben wurden. Auf dem eroberten Gebiet wurde 1983 die Â»TÃ¼rkische Republik NordzypernÂ« ausgerufen. Sie ist international nicht anerkannt.</p>
<p>Das Territorium wurde zum Ort eines beispiellosen Vandalismus gegen das christliche Erbe der Insel: Kirchen sind hier ViehstÃ¤lle, Leichenkammern, Lagerhallen, Diskotheken, Teil militÃ¤rischer Anlagen oder Ruinen. Kunstdiebe brachten sakrale SchÃ¤tze von weltweit herausragender Bedeutung auf internationale Auktions- oder auf SchwarzmÃ¤rkte.</p>
<p>Eliades ist mit seinem aus Griechenland stammenden Kollegen Professor. Dr. Charalambos Chotzakoglou der Leiter eines kleinen Teams unter der Ã„gide des orthodoxen Kykko-Klosters im SÃ¼den, das die ZerstÃ¶rung Â­dokumentiert. Das Ziel: Im Falle einer Wiedervereinigung soll die Restaurierung der Kirchen beginnen.</p>
<p>Die Datenbank der Wissenschaftler, die auch alle verfÃ¼gbaren Aufnahmen aus den Jahren vor 1974 enthÃ¤lt, dient zugleich der BeweisfÃ¼hrung: Wenn aus dem besetzten Nordteil gestohlene KunstschÃ¤tze irgendwo auf der Welt auftauchen, soll anhand der Fotos die Herkunft der Preziosen zweifelsfrei belegt werden. Die Aufnahmen zeigen, wie Heiligengesichter von Schmugglern aus den Wanddarstellungen herausgeschlagen wurden, wie einst prachtvoll ausgemalte InnenrÃ¤ume der Fresken vÃ¶llig entkleidet und mit Graffiti verunstaltet sind.</p>
<p>15000 Ikonen, erklÃ¤rt Eliades, seien aus den Kirchen im tÃ¼rkisch okkupierten Norden gestohlen, etliche Mosaike und Fresken von kunsthistorischem Weltrang von den WÃ¤nden der GotteshÃ¤user entfernt worden. Fahnder des Bayerischen Landeskriminalamtes (BLKA) entdeckten im Oktober 1997 und im Februar 1998 bei Razzien in drei MÃ¼nchener Wohnungen eines tÃ¼rkischen StaatsbÃ¼rgers sakrale Kunst aus dem besetzten Teil Zyperns. Darunter ein Mosaik-Fragment, das den Apostel Thomas zeigt. Der SchÃ¤tzwert: acht Millionen Euro.</p>
<p><strong>KunstschÃ¤tze lagern bei der bayerischen Polizei</strong><br />
Es stammt aus der Muttergottes-Kirche Kanakaria im Dorf Lykranthome. Die beschlagnahmten KunstschÃ¤tze lagern seither in der Asservatenkammer des BLKA. SpektakulÃ¤r war auch ein langjÃ¤hriger Prozess in den USA gegen die KunsthÃ¤ndlerin Peg Goldberg, durch den es der Republik Zypern und der orthodoxen Kirche der Insel 1989 gelang, kostbare Fragmente aus der Kanakaria-Kirche wiederzuerlangen.</p>
<p>Als Â»Symbol der systematischen PlÃ¼nderung und barbarischen ZerstÃ¶rung des christlichen KulturerbesÂ« im Norden, bezeichnet ChotzaÂ­koglou das byzantinische Antiphonitis-Kloster im Dorf Kalograia. Dort Â»sind die Fresken der Kirche aus dem 12. und 15. Jahrhundert in kleine Teile geschnitten worden, um sie einfacher an Privatsammler zu verkaufenÂ«.</p>
<p>Die Fotografien der Forscher veranschaulichen: Â»Die ZerstÃ¶rung ist nahezu total und sie betrifft nicht<br />
nur die orthodoxen Kirchen und Â­KlÃ¶ster, sondern auch jene der Maroniten, Armenier, Latiner und Pro-<br />
testanten sowie einen jÃ¼dischen FriedhofÂ«, lautet das Fazit von Chotzakoglou. Was er und sein Team sahen, bezeichnet der ArchÃ¤ologe als Â»apokalyptischÂ«.</p>
<p>Papst Benedikt XVI. wurde wÃ¤hrend seines Zypernbesuchs Anfang Juni vom orthodoxen Erzbischof der Insel, Chryssostomos II., Ã¼ber das AusmaÃŸ der ZerstÃ¶rung von GotteshÃ¤usern im Norden der Insel informiert. Eliades fÃ¼hrte den Pontifex durch eine Sonderausstellung des Â­Byzantinischen Museums, zeigte ihm auch zurÃ¼ckerlangte Kunstwerke, die in Deutschland entdeckt wurden. Ebenso berichtete Eliades dem Oberhaupt der katholischen Kirche Ã¼ber die noch in MÃ¼nchen lagernden KunstschÃ¤tze. Der Papst bat ihn um ein Â»MemoÂ« zum Thema.</p>
<p>Bislang verhinderte eine komplizierte Rechtslage die RÃ¼ckfÃ¼hrung der sichergestellten Kostbarkeiten von MÃ¼nchen nach Zypern. Benedikt XVI. will den Erzbischof von MÃ¼nchen-Freising, Reinhard Marx, bitten, sich in der Angelegenheit kundig zu machen. FÃ¼r Eliades ist dies eine hoffnungsvolle Entwicklung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/16/%c2%bbapokalyptische-zerstorung%c2%ab-von-gotteshausern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gebete, Kettenfett und Motorenklang</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/09/gebete-kettenfett-und-motorenklang/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/09/gebete-kettenfett-und-motorenklang/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 13:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gemeinsame Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Bikergottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[christliches Bikertreffen]]></category>
		<category><![CDATA[Sankt Petersburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=1851</guid>
		<description><![CDATA[Russlands erstes christliches Bikertreffen â€“ deutsche und russische Zweiradfans besuchen KriegsgrÃ¤ber
Die Ã„ngste waren groÃŸ: Mehrere Hundert Motorradfahrer, in Russland nicht gerade als besonders zurÃ¼ckhaltende Verkehrsteilnehmer bekannt. Dann auch noch eine Invasion von Bikern aus Deutschland in die Newastadt. Und das ausgerechnet unmittelbar vor den Feierlichkeiten zum Jahrestag des faschistischen Ãœberfalls auf die ehemalige Sowjetunion. Kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1852" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/12-Bild-1.jpg"><img src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/12-Bild-1.jpg" alt="Stilles Gedenken an den GrÃ¤bern des Ersten Weltkrieges und PS-Schau in der Sankt Petersburger Innenstadt â€“ beides gehÃ¶rte zum ersten christlichen Bikertreffen Russlands. Fotos: privat" title="Gedenken" width="560" height="420" class="size-full wp-image-1852" /></a><p class="wp-caption-text">Stilles Gedenken an den GrÃ¤bern des Ersten Weltkrieges und PS-Schau in der Sankt Petersburger Innenstadt â€“ beides gehÃ¶rte zum ersten christlichen Bikertreffen Russlands. Fotos: privat</p></div><br />
<strong>Russlands erstes christliches Bikertreffen â€“ deutsche und russische Zweiradfans besuchen KriegsgrÃ¤ber</strong></p>
<p>Die Ã„ngste waren groÃŸ: Mehrere Hundert Motorradfahrer, in Russland nicht gerade als besonders zurÃ¼ckhaltende Verkehrsteilnehmer bekannt. Dann auch noch eine Invasion von Bikern aus Deutschland in die Newastadt. Und das ausgerechnet unmittelbar vor den Feierlichkeiten zum Jahrestag des faschistischen Ãœberfalls auf die ehemalige Sowjetunion. Kein Wunder, dass die BehÃ¶rden von Sankt Petersburg kritisch auf die Idee von Pfarrer Matthias Zierold von der lutherischen Petrikirche und Vater Wjatscheslaw von der orthodoxen Kirche reagierten. Eine Sternfahrt russischer und deutscher Motorradfahrer nach Sankt Peterburg mit einem groÃŸen gemeinsamen Gottesdienst hatten die beiden zweiradbegeisterten Geistlichen im Sinn.</p>
<p>Am Ende aber staunten die Sankt Petersburger nicht schlecht: Rund 100 russische und ebenso viele deutsche Liebhaber der Â»heiÃŸen Ã–fenÂ« waren am 20. Juni mit ihren Maschinen angereist und trafen sich friedlich in<br />
der Stadt. Schwierigkeiten gab es Â­dennoch: mit einem gemeinsamen Gottesdienst nach Vorbild des berÃ¼hmten Motorradfahrergottesdienstes (MoGo) in Hamburg â€“ Ã¼brigens der Partnerstadt von Sankt Petersburg. </p>
<p>Â»NjetÂ«, sagten die Verantwortlichen der russisch-orthodoxen Kirche, gemeinsame Gottesdienste mit Lutheranern sind nicht zugelassen. Doch Oberpriester Wjatscheslaw Charinow, der eine Gemeinde in Sankt Peterburg leitet, fand mit dem aus ThÃ¼ringen in die Newastadt gekommenen Pfarrer Zierold eine andere LÃ¶sung: Einen Motorradkorso durch die HauptstraÃŸen und eine anschlieÃŸende Fahrt der VersÃ¶hnung zu den GrÃ¤berstÃ¤tten des vergangenen Weltkriegs.</p>
<p>Und so steuerte die rÃ¶hrende Armada zuerst in Richtung Ladogasee, zum einstigen russischen BrÃ¼ckenkopf Newskaja Dubroka. Bei der Verteidigung dieser fÃ¼r die belagerte Stadt Ã¼berlebensnotwendigen Stellung gaben mehrere Hunderttausend Sowjetsoldaten ihr Leben. Hier zelebrierte Vater Wjatscheslaw eine orthodoxe Andacht. AnschlieÃŸend ging es gemeinsam zum deutschen Soldatenfriedhof in Sologubowka. Hier ruhen unter der Obhut des Volksbundes fÃ¼r KriegsgrÃ¤berfÃ¼rsorge etwa 100000 deutsche Soldaten. </p>
<p>Besondere Ãœberraschung: Die Hamburger BischÃ¶fin Maria Jepsen, die sich schon in ihrer Heimatstadt regelmÃ¤ÃŸig am MoGo beteiligt, spendete hier gemeinsam mit Matthias Zierold im Anschluss an eine gemeinsame Kranzniederlegung den Segen fÃ¼r die Biker.</p>
<p>FÃ¼r Zierold ist klar, dass dieses erste nicht das letzte christliche Â­Bikertreffen in Russland gewesen ist. Markiere die unkonventionelle Aktion, bei allen Schwierigkeiten im Â­Vorfeld, doch zugleich einen Durchbruch im Miteinander von Protestanten und Orthodoxen im Land.</p>
<p><em>Harald Krille</em></p>
<p><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/12-Bild-2.jpg"><img src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/12-Bild-2.jpg" alt="Bikertreffen Sankt Petersburg" title="Bikertreffen Sankt Petersburg" width="560" height="420" class="alignnone size-full wp-image-1854" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/09/gebete-kettenfett-und-motorenklang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Niederlande: Â»LockjudenÂ« gegen Antisemitismus?</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/01/niederlande-%c2%bblockjuden%c2%ab-gegen-antisemitismus/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/01/niederlande-%c2%bblockjuden%c2%ab-gegen-antisemitismus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 21:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gemeinsame Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Birschel]]></category>
		<category><![CDATA[Lockjude]]></category>
		<category><![CDATA[Niederlande]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=1821</guid>
		<description><![CDATA[n den Niederlanden hat ein neues Wort gute Chancen, das Wort des Jahres 2010 zu werden: Â»LockjudeÂ«. Dieser bizarre Begriff hat allerdings Â­einen ernsten Hintergrund. In den vergangenen Monaten hÃ¤ufen sich Berichte Ã¼ber antisemitische VorfÃ¤lle. Vor allem in Amsterdam werden Mitglieder der jÃ¼dischen Gemeinschaft belÃ¤stigt und angepÃ¶belt. Die TÃ¤ter sind vor allem marokkanischstÃ¤mmige Jugendliche.
Allerdings meldet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1822" class="wp-caption alignleft" style="width: 241px"><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/Birschel_A-4c-.jpg"><img src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/07/Birschel_A-4c--231x300.jpg" alt="Annette Birschel berichtet fÃ¼r Â­unsere Zeitung aus den Â­Niederlanden." title="Birschel" width="231" height="300" class="size-medium wp-image-1822" /></a><p class="wp-caption-text">Annette Birschel berichtet fÃ¼r Â­unsere Zeitung aus den Â­Niederlanden.</p></div>In den Niederlanden hat ein neues Wort gute Chancen, das Wort des Jahres 2010 zu werden: Â»LockjudeÂ«. Dieser bizarre Begriff hat allerdings Â­einen ernsten Hintergrund. In den vergangenen Monaten hÃ¤ufen sich Berichte Ã¼ber antisemitische VorfÃ¤lle. Vor allem in Amsterdam werden Mitglieder der jÃ¼dischen Gemeinschaft belÃ¤stigt und angepÃ¶belt. Die TÃ¤ter sind vor allem marokkanischstÃ¤mmige Jugendliche.</p>
<p>Allerdings meldet kaum ein Opfer diese VorfÃ¤lle bei der Polizei, aus Angst oder Resignation, dass diese doch nichts tun kann. Die Folge ist aber, dass es kaum konkrete Zahlen Ã¼ber den Umfang von Antisemitismus gibt und vor allem, dass die TÃ¤ter nie gefasst werden. Die Polizei hat noch nicht einmal eine Handhabe, um sie aufzuspÃ¼ren. Hier soll nun der Â»LockjudeÂ« helfen. Polizisten sollen sich als Juden verkleiden und in die Viertel von Amsterdam begeben, in denen Juden sich am unsichersten fÃ¼hlen. Sobald der Â»LockjudeÂ« beschimpft wird, gÃ¤be es einen konkreten Anlass, um TÃ¤ter strafrechtlich zu verfolgen. Die Stadt Amsterdam prÃ¼ft diesen Vorschlag nun.<br />
Die Initiative kommt aus unverdÃ¤chtiger Ecke, und das ist in den Â­Niederlanden nicht unwichtig, vor Â­allem nachdem der Rechtspopulist Geert Wilders mit seiner Anti-Islampartei fÃ¼r die Freiheit im Juni einen groÃŸen Wahlsieg eingefahren hat. </p>
<p>Der sozialdemokratische Abgeordnete Ahmed Marcouch hatte die Idee. Marcouch stammt selbst aus Marokko und war lange BÃ¼rgermeister in einem wegen straffÃ¤lliger und randalierender Marokkaner berÃ¼chtigten Stadtteil von Amsterdam. Dort hat er sich Â­einen Namen gemacht, mit unkonventionellen Methoden Tabus zu brechen. Nun will er den latenten Antisemitismus in muslimischen Gemeinschaften angehen.</p>
<p>Die Stadt Amsterdam nimmt dies ernst, und auch das ist gut. Denn hier leben die meisten der rund 40000 Â­niederlÃ¤ndischen Juden, und sie sollen sich absolut sicher fÃ¼hlen. Das Mittel eines polizeilichen KÃ¶ders ist<br />
in den Niederlanden nicht neu. Es gab etwa den Â»LockhomoÂ«, dem es Â­gelang einen berÃ¼chtigten Kriminellen zu fassen, der Homosexuelle Â­kÃ¶rperlich misshandelte. In Gouda wurde eine Â»LockomaÂ« eingesetzt, um einer Bande von Taschendieben auf die Spur zu kommen, die es auf alte Frauen abgesehen hatte. In beiden FÃ¤llen war der Lockvogel erfolgreich.</p>
<p>Dennoch â€“ im Falle des Antisemitismus ist dieses Mittel bedenklich. Bei den antisemitischen VorfÃ¤llen geht es nicht um einen SerientÃ¤ter, sondern um eine anti-jÃ¼dische Stimmung in bestimmten Stadtteilen. Ein als Jude verkleideter Polizist aber kÃ¶nnte gezielt jemanden zu Straftaten verleiten. Und das ist verboten. AuÃŸerdem ist die Ursache der antisemitischen VorfÃ¤lle hÃ¤ufig kein tief sitzender Judenhass. Anlass ist meist die israelische Politik im Nahen Osten. Die Zunahme der verbalen Gewalt ist auch eine direkte Reaktion auf den Angriff Israels auf den Hilfskonvoi fÃ¼r Gaza. Juden werden dafÃ¼r stellvertretend verantwortlich gemacht.</p>
<p>Es ist sehr die Frage, ob das Strafrecht das geeignete Mittel ist, diesen Automatismus zu durchbrechen. AufklÃ¤rung, politische Bildung, Geschichtsunterricht in Schulen und Moscheen ist sicher der weitaus lÃ¤ngere und schwierigere Weg, aber am Ende wirkungsvoller. Denn wenn man einen Â»LockjudenÂ« einsetzen muss, ist es meistens schon zu spÃ¤t.</p>
<p><em>Annette Birschel</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/07/01/niederlande-%c2%bblockjuden%c2%ab-gegen-antisemitismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eine Ahnung von jÃ¼dischem Leben vor dem Holocaust</title>
		<link>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/06/24/eine-ahnung-von-judischem-leben-vor-dem-holocaust/</link>
		<comments>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/06/24/eine-ahnung-von-judischem-leben-vor-dem-holocaust/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 19:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gemeinsame Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eine Welt]]></category>
		<category><![CDATA[JÃ¼disches Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Krakau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/?p=1793</guid>
		<description><![CDATA[
Judentum: In Krakau findet vom 25. Juni bis 4. Juli zum 20. Mal das JÃ¼dische Kulturfestival statt
Was 1988 als ein Untergrund-Treffen begonnen hat, ist mittlerweile zu einem der grÃ¶ÃŸten und bedeutendsten jÃ¼dischen Festivals der Erde geworden.
Von Uwe von Seltmann
Erwartet werden vom 25. Juni bis
4. Juli wieder Zehntausende Besucher, die bis aus Israel, Australien oder den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1795" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><a href="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/06/Polen-1.jpg"><img src="http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2010/06/Polen-1.jpg" alt="Spontanes Konzert auf der StraÃŸe: Beim JÃ¼dischen Festival in Krakau erklingt Musik nicht nur von offiziellen BÃ¼hnen. Foto: Uwe von Seltmann" title="Krakau" width="560" height="363" class="size-full wp-image-1795" /></a><p class="wp-caption-text">Spontanes Konzert auf der StraÃŸe: Beim JÃ¼dischen Festival in Krakau erklingt Musik nicht nur von offiziellen BÃ¼hnen. Foto: Uwe von Seltmann</p></div><br />
<strong><br />
Judentum: In Krakau findet vom 25. Juni bis 4. Juli zum 20. Mal das JÃ¼dische Kulturfestival statt</strong></p>
<p><em>Was 1988 als ein Untergrund-Treffen begonnen hat, ist mittlerweile zu einem der grÃ¶ÃŸten und bedeutendsten jÃ¼dischen Festivals der Erde geworden.</em></p>
<p>Von Uwe von Seltmann</p>
<p>Erwartet werden vom 25. Juni bis<br />
4. Juli wieder Zehntausende Besucher, die bis aus Israel, Australien oder den USA nach Krakau reisen, um die Ã¼ber 200 Konzerte, Workshops, FÃ¼hrungen, VortrÃ¤ge und Ausstellungen zu besuchen. So wie Joe aus New York, der abends in einem CafÃ© von der Â»unglaublichen AtmosphÃ¤reÂ« in Kazimierz schwÃ¤rmt. Er komme jedes Jahr zum Festival, erzÃ¤hlt der 40-jÃ¤hrige Wissenschaftler, der auf dem Kopf eine Kippa trÃ¤gt, die Kopfbedeckung der glÃ¤ubigen Juden. Das Krakauer Festival sei Â»einzigartigÂ«, nirgendwo anders kÃ¶nne man Â»so viele spannende LeuteÂ«, Juden wie Nichtjuden, an einem Â»solch fantastischen OrtÂ« treffen.</p>
<p>Wie das ZusammenfÃ¼gen<br />
einer gerissenen Kette<br />
Die vielfÃ¤ltigen persÃ¶nlichen Begegnungen und der Â»magische OrtÂ« seien es wohl auch, die das Krakauer zu Â»mehr als einem Klezmer-FestivalÂ« machten und es von den anderen unterscheide, sagt Janusz Makuch, GrÃ¼nder und Direktor des Festivals. Im Stadtteil Kazimierz, einem der Zentren des polnischen Judentums, hatten die Nationalsozialisten das jÃ¼dische Leben komplett ausgelÃ¶scht, die meisten der Ã¼ber 60000 Krakauer Juden ermordet. In dem Viertel, das zu kommunistischen Zeiten vÃ¶llig verfallen war, geschehe etwas Â»MystischesÂ«, sagt der 50-JÃ¤hrige. Die Energie der Menschen, die hier einst gelebt hÃ¤tten, sei bis heute zu spÃ¼ren. Und vor allem wÃ¤hrend des Festivals, wenn Â­Juden aus aller Welt nach Kazimierz kommen, werde eine Â»gerissene Kette wieder zusammengefÃ¼gtÂ«. Er sei sich sicher, dass die ermordeten Juden aus Kazimierz Â»eine Art ErlaubnisÂ« erteilt hÃ¤tten Â»fÃ¼r das, was wir hier machenÂ«.<br />
Makuch selbst wuchs ohne Kenntnisse Ã¼ber das Judentum auf, denn im kommunistischen Polen sollte nichts an das jÃ¼dische Erbe erinnern. Â»Bis zum Alter von 13 oder 14 Jahren wusste ich absolut nichts Ã¼ber die Â­jÃ¼dische KulturÂ«, sagt er. Aber dann erfuhr er, dass vor dem Zweiten Weltkrieg die HÃ¤lfte der Bewohner seiner Heimatstadt Pulawy Juden waren. Insgesamt lebten in Polen vor dem Krieg Ã¼ber drei Millionen Juden, etwa zehn Prozent der BevÃ¶lkerung. Heute sind es rund 30000. Die acht JÃ¼dischen Gemeinden in Polen zÃ¤hlen rund 4000 Mitglieder, in Krakau sind es keine 200.</p>
<p>Musiker und KÃ¼nstler<br />
kommen aus aller Welt<br />
Als Makuch zum Studium nach Krakau kam, intensivierte er seine Forschungen Ã¼ber die vernichtete Kultur, traf wenige Gleichgesinnte und organisierte 1988 mit einem Freund in Â­einem Theater das erste Festival. 1990 berichtete erstmals die New York Â­Times Ã¼ber das Fest und schrieb: Â»Deutsche und Polen reden Ã¼ber Juden.Â« Ein Artikel mit Folgen, denn eine breite Ã–ffentlichkeit wurde aufmerksam â€“ und Makuch wusste, dass er Â»etwas Ã¤ndernÂ« musste: Â»Ein jÃ¼disches Festival muss von Juden Â­geÂ­staltet werdenÂ«, sagte er sich. Makuch reiste unermÃ¼dlich umher und konnte mehr und mehr renommierte jÃ¼dische KÃ¼nstler nach Kazimierz locken. Sie kommen inzwischen â€“ wie ihr Publikum â€“ aus aller Welt, leiten Workshops Ã¼ber hebrÃ¤ische Kalligrafie oder chassidischen Tanz, zeigen ihre Filme oder GemÃ¤lde. HÃ¶hepunkt ist das achtstÃ¼ndige Open-Air-Konzert auf dem Szerokaplatz, das live im polnischen Fernsehen Ã¼bertragen wird und 15000 Besucher zum Tanzen, Feiern und Mitsingen bringt. Unter ihnen wird auch wieder Katarzyna Weintraub sein. Â»Das FestivalÂ«, sagt die Journalistin, Â»vermittelt eine Ahnung, wie das Leben mit den Juden frÃ¼her war, und wie es sein kÃ¶nnte, wenn es den Holocaust nicht gegeben hÃ¤tte.Â«<br />
Seit Anfang an dabei ist Leopold Kozlowski-Kleinman, der als lebende Legende der Klezmermusik gilt. Er hatte den Holocaust Ã¼berlebt und war nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Kazimierz gekommen. Â»Es herrschte eine unglaubliche Dunkelheit, alles war Ã¶de und leerÂ«, erinnert sich der Ã¼ber der 90-JÃ¤hrige. So nahm er damals sein Akkordeon und spielte zwischen den leeren HÃ¤usern das Â­jÃ¼dische Volkslied Â»Meine jiddische MameÂ«. Â»Ich wollte die Steine zum Â­Leben erwecken.Â« 65 Jahre spÃ¤ter wird er die Â»Jiddische MameÂ« wieder spielen: zum Abschlusskonzert am 4. Juli in der prÃ¤chtigen Tempel-Synagoge.</p>
<p>www.jewishfestival.pl</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2010/06/24/eine-ahnung-von-judischem-leben-vor-dem-holocaust/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
