Lebendiger Adventskalender …

3. Dezember 2009 von Gemeinsame Redaktion  
Abgelegt unter Kultur

… mit Fachwerkromantik in der UNESCO Welterbestadt Quedlinburg

Foto: epd

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Wenn die Dämmerung über den alten Häusern am Quedlinburger Schlossberg hereinbricht, machen sie sich auf den Weg durch die verwinkelten dunklen Gassen. Die Schar geht auf die Suche nach einem ganz besonderen Licht: Ein Stern, der über einem Hauseingang leuchtet und das Datum eines von 24 Dezembertagen trägt. Bei dem Adventskalender in der UNESCO-Welterbestadt im Harz finden die Kinder keine Tür aus Pappe, die sich öffnet, sondern eine aus massivem Holz. Haben sie ein Gedicht oder ein Lied ­vorgetragen, kommen Musiker oder Schauspieler heraus, die in Märchenfiguren geschlüpft sind.

Dieser »lebendige« Adventskalender erstreckt sich über ein ganzes Stadtgebiet. Es war schon ein kleines Jubiläum, als die Aktion am Dienstag zum fünften Mal startete. Die Fläche mit den einbezogenen Häusern misst etwa 1,5 mal 1,5 Kilometer. »Das ist unbestritten der größte Adventskalender in Deutschland, wenn nicht sogar europaweit«, sagt der 62-jährige Initiator Hans-Jürgen Furcht. Die Quedlinburger Altstadt ist mit ihren 1200 Fachwerkbauten seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbestätte.

Die Hausbesitzer erhalten zuvor den Adventsstern mit der Nummer des ­Tages, die verkleideten Schauspieler bereiten sich drinnen auf ihren Auftritt vor. Nach dem Klopfen erscheinen etwa Frau Holle oder gar die »Sieben Schwaben«. Beim »Sterntaler« lässt eine Märchenerzählerin aus einem ­Fenster hoch oben glitzernde Fünkchen regnen. Und wie es sich bei einem Adventskalender gehört, werden die Kinder zum Abschluss beschenkt.
Die Nascherei spenden Süßwarenhersteller aus der weiteren Umgebung.

(epd)

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